VZ-Netzwerke verlassen die IVW

Schluss mit den monatlichen Hiobs-Botschaften für die VZ-Netzwerke. Zum 31. Dezember ist das Trio StudiZV, SchülerVZ und MeinVZ aus der Online-IVW ausgetreten, ab sofort weiß also nur noch der Betreiber selbst, wie sehr seine Besucherzahlen schrumpfen. An der Spitze der IVW-Charts hat unterdessen T-Online wieder eBay überholt, zu den großen Gewinnern gehören RTL.de, Transfermarkt.de und holidaycheck, deutlich verloren haben im Vergleich zum Dezember nur sehr wenige Anbieter.

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Die 23,2 Mio. Visits, die die IVW im Dezember für die VZ-Netzwerke zählte, sind nun also der letzte Wert, den wir in der Niedergangs-Story des ehemaligen Social-Netzwork-Giganten zählen können. Mit den VZ-Netzwerken verließen noch weitere Anbieter am Jahresende die IVW, u.a. das suchmaschinenoptimierte Content-Portal Suite101.de und Technik-Magazine wie PCgo und Video.de. Auch nicht mehr dabei ist nach dem Aus logischerweise die FTD.

Neu hinzu gekommen sind unterdessen sieben Angebote. Die meisten Visits erzielte dabei der Preisvergleich dooyoo mit 4,16 Mio. Über die Mio.-Marke sprang auch noch districtmtv.de mit 1,19 Mio. Besuchen. Neuling ulmen.tv, bei dem seit einigen Wochen u.a. das Fernsehblog von Peer Schader veröffentlicht wird, kam bei seinem IVW-Debüt hingegen auf erst einmal sehr verhaltene 44.923 Visits.

An der Spitze der IVW-Charts führt nun wieder das Konglomerat der zahlreichen T-Online-Websites (neben T-Online.de u.a. Immobilienscout24.de und Autoscout24.de). Dank eines 45-Mio.-Visits-Plus gegenüber dem Dezember zog man wieder an eBay vorbei, das sich nur um 4,6 Mio. verbesserte. Auf den weiteren Plätzen folgen Bild.de, King.com und Spiegel Online. Bei King.com stammen wie bei anderen großen Games-Portalen (Curse, Bigpoint) allerdings 80% (Bigpoint) bis 92% (King, Curse) aus dem Ausland. In Deutschland wären Bild.de, Spiegel online und all die anderen Angebote auf den weiteren Plätzen deutlich stärker als King.com & Co.

Die größten prozentualen Gewinner in der Top 25 heißen diesmal RTL.de (wohl u.a. wegen "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus"), Süddeutsche.de und mobile.de. Nach unten ging es nur für wenige Anbieter: Bigpoint.com, Windows Live, Chip Online, Chefkoch.de und ProSieben Online landeten unter ihren Dezember-Zahlen.

Auf den Rängen 26 bis 50 folgen weitere große Gewinner – und ebenfalls nur wenige Verlierer. Deutlich nach oben ging es hier wie immer in der Sommer- bzw. Winterpause der Fußball-Ligen für Transfermarkt.de, das sich gegenüber dem Dezember um fast 60% steigerte. Sogar um mehr als 90% steigerte sich der holidaycheck, über 30% Visits gewannen business&more, stern.de, Xing und finanzen.net hinzu. Die Verlierer in dieser zweiten Hälfte der Top50 heißen kicker, WetterOnline und SpielAffe.

Nach absoluten Zahlen führt T-Online mit  seinem 45-Mio.-Plus auch die Gewinner-Charts an, dahinter folgen King.com, Bild.de, Spiegel Online und RTL.de. Am deutlichsten gegenüber dem Dezember verloren hat nach seinem weihnachtlichen Fabelrekord Chefkoch.de, auf den weiteren Plätzen des Verlierer-Rankings folgen StayFriends, ProSieben, kicktipp.de und bundesliga.de

Bei den Vermarktern führt weiterhin souverän T-Online-Vermarkter InteractiveMedia, das sich zudem um 13,5% auf nun 656,04 Mio. Visits steigerte. Platz 2 geht mit 461,1 Mio. an eBay, Rang 3 mit 399,7 Mio. an Axel Springer, das mit 14,0% ebenfalls deutlich zulegen konnte. Die größten prozentualen Aufsteiger in der Top Ten heißen aber OMS (+18,1%), Spiegel QC (+17,0%) und IP Deutschland (+15,9%). Visits verloren hat kein einziges Top-Ten-Unternehmen.

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