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Twitter-Wirrwarr beim Darmstädter Echo

Verwirrung rund um das Darmstädter Echo: Am 7. November 2012 gab das Medienhaus Südhessen bekannt, dass es sich von Chefredakteur Jörg Riebartsch getrennt habe. Seit diesem Tag wurde es auch auf dem Twitter-Account @Echo_CR ruhig - von zwei vereinzelten Tweets abgesehen bis zum 6. Februar. Zu dieser Zeit ist beim Darmstädter Echo bereits Michael Horn offiziell als Nachfolger vorgestellt. Wer twittert also als @Echo_CR? Die Antwort: Riebartsch, der darauf besteht, Chefredakteur zu sein.

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Das Profil des Echo_CR auf Twitter hat sich in den vergangenen Monaten nicht merklich verändert. Das Bild von Jörg Riebartsch ist identisch geblieben, sein Name steht weiter neben dem Account-Namen und auch in der Beschreibung liest man noch immer: "Jörg Riebartsch ist Chefredakteur und Prokurist bei den ECHO Zeitungen in Darmstadt/Südhessen und Geschäftsführer der ECHO-Online GmbH."
Ein Blick in die Übersicht der Echo-Chefredaktion zeigt aber etwas anderes: Als Chefredakteur wird allein Michael Horn aufgeführt. Jörg Riebartsch taucht gar nicht auf. Ebenso im Impressum von Echo Online. Geschäftsführerin ist demnach Livia Burkhard. 
Wie passt das zusammen? Hat der neue Chefredakteur den Account übernommen und es versäumt, die persönlichen Informationen anzupassen? Oder twittert Riebartsch weiter als Chefredakteur? Auf die Frage des Autors via Twitter, ob denn der Posten oder die Person schreibe, kommt die Antwort "Ist beides identisch." Und der Nutzer @martin_krauss bekommt auf die Frage, ob Jörg Riebartsch oder der Echo-Chefredakteur twittere die Antwort: "Bin Chefredakteur." 
Etwas später schreibt @Echo_CR dann, dass er, wie man an Namen und Bild sehen könne, Jörg Riebartsch sei. Außerdem gäbe es einige Zeitungen mit zwei Chefredakteuren und das Echo gehöre dazu. Er habe noch immer einen gültigen Vertrag als Chefredakteur, auch wenn das Medienhaus Südhessen vielleicht einen anderen Anschein aufkommen lasse: "Es wird immer alles mögliche im Leben mitgeteilt."
Und was sagt das Medienhaus Südhessen dazu? Auf MEEDIA-Anfrage ist zu erfahren, dass Riebartsch sehr wohl gekündigt worden und er freigestellt sei. Michael Horn sei von der Geschäftsführung zu dessen Nachfolger berufen worden. Aber: Riebartsch habe gegen seine Kündigung geklagt und das Verfahren sei noch vor Gericht anhängig. 
Bis das geklärt ist werden das Darmstädter Echo und dessen Ableger wohl auf jeden Fall zwei Chefredakteure haben: Einen im Impressum und einen auf Twitter.

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