New York Times mit mehr Digital-Abos

Die New York Times hat ihre Bilanz für das 4. Quartal 2012 veröffentlicht. Demnach hat das gesamte Unternehmen inkl. Boston Globe und Boston.com Ende vergangenes Jahr 668.000 bezahlte Online-Abos vorzuweisen - ein Plus von satten 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Börse reagiert mit einem Kurssprung. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet Das Print-Werbegeschäft geht weiter deutlich zurück und das Geschäft mit der Online-Werbung stagniert.

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Zwar sind die digitalen Werbeerlöse der New York Times im starken 4. Quartal um 5,1 Prozent auf 69 Mio. Dollar gestiegen. Aufs ganze Jahr gesehen lag das Wachstum der Online-Werbung bei den New Yorkern aber nur bei 0,2 Prozent – Stagnation. Die Umsätze mit Print-Werbung schrumpften im 4. Quartal um 5,6 Prozent.

Insgesamt hat die NYT Company im 4. Quartal 2012 575,8 Millionen Dollar umgesetzt, ein Plus von 5,2 Prozent. Immerhin: Die digital Werbung macht jetzt schon 24 Prozent vom Gesamtumsatz aus. Der operative Gewinn schrumpfte im 4. Quartal aber von 90,8 Mio. Dollar auf 44 Mio. Dollar.

Vor gut einem Jahr führte die New York Times als Bezahlschranke online eine so genannte Metered Paywall ein. Das bedeutet: Nutzer können eine bestimmte Anzahl von Artikeln gratis lesen, wird diese Grenze überschritten werden sie aufgefordert, ein Abo abzuschließen. Das Modell gilt seither weltweit als Vorbild. U.a. die Neue Zürcher Zeitung und die Welt haben ein ähnliches Modell eingeführt. Ein wenig muss man die guten Digital-Abozahlen der New York Times jedoch mit Vorsicht genießen. Viele Digital-Abos werden mit starken Rabatten verkauft oder sind Bestandteil von Print-Abos. Wieviel Geld die Zeitung mit ihren Digital-Abos konkret verdient, verrät sie nicht.
Die Bilanz-Mitteilung der New York Times im Original

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