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Zynga-Quartal: Schlecht ist nicht schlimm

Der Online-Spiele-Anbieter Zynga steckt tief in der Krise: Nach Handelsschluss an der Wall Street musste der Anbieter von Farmville und MafiaWars seinen Aktionären einen Verlust im abgelaufenen Quartal eingestehen – die Umsätze hielten sich gerade so auf Vorjahresniveau. Anleger hatten indes wohl noch Schlimmeres befürchtet und schickten die Aktie nachbörslich um 7 Prozent nach oben. CEO Mark Pincus versuchte unterdessen Aufbruchsstimmung durch ein stärkeres mobiles Engagement zu verbreiten.

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Der Online-Spiele-Anbieter Zynga steckt tief in der Krise: Nach Handelsschluss an der Wall Street  musste der Anbieter von Farmville und MafiaWars seinen Aktionären einen Verlust im abgelaufenen Quartal eingestehen – die Umsätze hielten sich gerade so auf Vorjahresniveau. Anleger hatten indes wohl noch Schlimmeres befürchtet und schickten die Aktie nachbörslich um 7 Prozent nach oben. CEO Mark Pincus versuchte unterdessen Aufbruchsstimmung durch ein stärkeres mobiles Engagement zu verbreiten.

Geht das noch was? Es gibt weltweit wohl wenig Investments, die in so kurzer Zeit schlechter aussehen als die Zynga-Aktie. Im Dezember 2011 ging der Online-Spiele-Anbieter als hoch gewetteter Social Web-Liebling an die Börse – und zwar zu einer Bewertung von stolzen 7 Milliarden Dollar. Wenige Monate später, zu Höchstkursen von 16 Dollar, waren es gar mehr als zehn Milliarden Dollar – es sah alles nach einer ganz großen Internet-Erfolgsstory aus.

Ein Jahr später sind nicht mal mehr als 3 Dollar übrig. Die Zynga-Aktie hat gegenüber dem Ausgabekurs mehr als 70, gegenüber dem Allzeithoch gar mehr als 80 Prozent verloren. So ziemlich alles lief zuletzt gegen CEO Mark Pincus: Die Nutzer auf Facebook gingen zurück, eine Abschreibung auf den Spiele-Anbieter OMGPOP ruinierte die Bilanz, neue Spiele schlugen nicht so ein wie erwartet, der Mobiltrend des eher browserorientierten Spieleanbieters wurde verschlafen.

CEO Mark Pincus: "2013 wird das Jahr des Übergangs und der Investitionen"

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Die Folge: Immer neue Gewinnwarnungen und rote Zahlen in der jüngeren Vergangenheit. Auch nach Handelsschluss hatte Pincus nicht gerade eine frohe Kunde für Aktionäre zu verkünden. Der Anbieter von Online-Spielen wie MafiaWars oder FarmVille 2 konnte im Dezember-Quartal mit 311 Millionen Dollar gerade mal mit Ach und Krach die Umsätze des Vorjahreszeitraum halten.

Wie in den vier Vorquartalen zuvor verlor Zynga Geld. 48,6 Millionen Dollar betrug das Minus zwischen Oktober und Dezember. Die Börse hatte indes wohl mit noch höheren Verlusten gerechnet und schickte die Aktie in einer Erleichterungsrally nachbörslich um 7 Prozent nach oben.

Vielleicht hatten daran auch die begleitenden Worte von Pincus einen Anteil, der erklärte, in diesem Jahr auf dem Smartphone angreifen zu wollen. "Wir freuen uns darauf, eine neue Klasse von Social Games auf Mobiltelefone und Tablets zu bringen. 2013 wird das Jahr des Übergangs und der Investitionen." Bleibt abzuwarten, ob die Börse dafür Geduld aufbringt.

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