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Türkischer Verleger bekräftigt Interesse an FR

Laut einer Meldung der dpa will der türkische Verleger Burak Akbay die Frankfurter Rundschau übernehmen. Der Nachrichtenagentur sagte er, er wolle die Zeitung als deutschsprachige, überregionale Publikation fortführen, inklusive eines eigenen Druckhauses. Er sehe eine wirtschaftliche Grundlage für eine FR mit "mutigem Journalismus".

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"Ich werde in dieser oder in der nächsten Woche ein genaueres Angebot vorlegen, wobei mein bisheriges Angebot auch schon präzise war", so Akbay dem Bericht zufolge. Der 42-Jährige ist Inhaber des türkischen Verlags- und Druckereihauses Estetik Yayincilik, das die Zeitung Sözcü herausgibt. Im Fall einer FR-Übernahme will Akbay auch Ressourcen in Frankfurt für diese Zeitung nutzen: Er will die Druckerei der FR dann auch zum Druck seiner türkischen Tageszeitung Sözcü nutzen, die mit einer Auflage von 20.000 bis 30.000 Exemplaren in Deutschland erscheinen soll. 
Akbays Plan sehe zudem vor, in der FR-Redaktion etwa 100 Stellen zu erhalten und damit die Zeitung weiter überregional und unabhängig erscheinen zu lassen. "Ich glaube nicht, dass die Frankfurter ein Kartell wollen", sagte er im Hinblick auf das ebenfalls bekannte Übernahme-Interesse der FAZ. In diesem Fall würden wohl nur etwa 30 Mitarbeiter ihren Job behalten können, war zu vernehmen. Derzeit prüft das Bundeskartellamt, ob eine Übernahme durch die FAZ legitim wäre. Die Entscheidung darüber könnte durch ein verbessertes Angebot aus der Türkei länger auf sich warten lassen.

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