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Grimme-Institut verteidigt „IBES“-Nominierung

Der Grimme-Preis darf nicht nur für Qualität stehen, sondern soll auch zum Diskurs über jene Qualität anregen: So begründet das Grimme-Institut die Entscheidung, die RTL-Sendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" der Endjury vorgeschlagen zu haben. Dass Auszeichnungen Empörung hervorgerufen hätten – wie bei Harald Schmidt und Stefan Raab –, gehöre zur Geschichte des Preises.

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"Gerade die Unterhaltung sei ein äußerst heikles Feld", lässt Grimme-Direktor Uwe Kammann verlauten. Hier gingen die Einschätzungen und die Urteile am stärksten auseinander.Nirgends sei der Streit größer, je nach den Vorlieben, welche die einzelnen Zuschauer hegen, je nach soziokulturellen Einflüssen, je nach dem Geschmack auch, den sie mitbrächten und der nicht nur gruppengebunden sei. 
Der derzeitige Streit um die „Dschungelcamp“-Nominierung sei einzuordnen in den tief greifenden gesellschaftlichen Wertewandel, der sich seit Ende der 60er Jahre vollzieht. Diese Debatte müsse auch dem Fernsehangebot insgesamt gelten sowie der Qualität der Sendungen, „die nicht offensichtlich zum Hochklasse-Fernsehen gehören wie die Filme eines Matti Geschonneck, der dafür in diesem Jahr bei Grimme besonders geehrt wird.“
Seit dem 2. Februar sichtet die Endjury 57 Produktionen aus rund 800 Einreichungen. Die Gewinner werden am 12. April im Theater der Stadt Marl bekanntgegeben.

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