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P7S1-Chef Ebeling verkauft erneut Aktien

Thomas Ebeling, Vorstandschef von ProSiebenSat.1, hat die Spekulationen um einen bevorstehenden Verkauf der Sendergruppe befeuert. Jetzt wurde bekannt, dass er vergangene Woche Aktien am TV-Konzern im Wert von 7,5 Millionen Euro verkauft hat. Angeblich wollen die Finanzinvestoren KKR und Permira die Mehrheit an ProSiebenSat.1 verkaufen oder eventuell ganz aussteigen. Als mögliche Käufer gelten Time Warner, Comcast und Rupert Murdochs NewsCorp..

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Vorstandschef Ebeling hat allerdings auch schon im vergangenen Jahr im März Aktien an ProSiebenSat.1 verkauft, damals im Wert von rund neun Millionen Euro. Erst vor kurzem wurden die erfolgreichen skandinavischen Sender der Gruppe abgespalten und an Discovery Communications verkauft.

Das deutsche Free-TV-Geschäft von ProSiebenSat.1 steht nach wie vor unter Druck. Vor allem die Entwicklung bei Sat.1 ist anhaltend kritisch, was Marktanteile und Quoten betrifft. Die Axel Springer AG, der einst vom Kartellamt der Kauf von ProSiebenSat.1 untersagt wurde, soll diesmal angeblich kein Interesse an einem Kauf haben.
Laut Berichten der Financial Times in und des Wirtschaftsnachrichtendienstes Bloomberg haben die Investoren die US-Bank JP Morgan damit beauftragt, verschiedene Ausstiegs- und Verkaufsszenarien auf ihre Durchführbarkeit zu prüfen. Sowohl Permira als auch ProSiebenSat.1 wollten sich zu dem Bericht bislang nicht äußern. Kurios: Bei Time Warner ist seit einigen Monaten Gerhard Zeiler verantwortlich für das internationale TV-Geschäft. Der 57-Jährige leitete zuvor neun Jahre lang die Geschicke der RTL-Gruppe.
Permira und KKR hatten 2006 den Konzern vom Medienunternehmer Haim Saban für rund drei Milliarden Euro übernommen. Zusammen halten beide Unternehmen 53 Prozent an ProSiebenSat.1.  Im Laufe der Zeit mussten die Investoren teilweise den Wert ihrer Beteiligung abschreiben, da die Sendergruppe mit rückläufigen Werbeumsätzen zu kämpfen hatte. Im Dezember 2012 verkündte P7S1 dann den Verkauf des gesamten Senderportfolios in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark an Discovery Communications für 1,325 Milliarden Euro. Nach dem Verkauf waren erneut Gerüchte um einen Komplettausstieg der Mehrheitseigentümer laut geworden.

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