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Facebook arbeitet an neuer Stalker-App

Das weltgrößte Social Network will es offenbar weiter wissen: Wie Bloomberg berichtet, arbeitet Facebook daran, seine standortbezogene Suche von Freunden auszubauen. Im Klartext: Das von Foursquare bekannte Feature "Nearby Friends" soll künftig von Facebook aufgegriffen werden. Und das gleich in einer eigenständigen App, mit der sich Freunde in der Nähe finden lassen sollen. Bei Datenschützern dürften reflexartig die Alarmglocken schrillen: Das Feature soll Nutzer selbst im Offline-Modus orten.

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Das weltgrößte Social Network will es offenbar weiter wissen: Wie Bloomberg berichtet, arbeitet Facebook daran, seine standortbezogene Suche von Freunden auszubauen. Im Klartext: Das von Foursquare bekannte Feature "Nearby Friends" soll künftig von Facebook aufgegriffen werden. Und das gleich in einer eigenständigen App, mit der sich Freunde in der Nähe finden lassen sollen. Bei Datenschützern dürften reflexartig die Alarmglocken schrillen: Das Feature soll Nutzer selbst im Offline-Modus orten.

Mark Zuckerberg hatte die Marschroute vergangene Woche vorgegeben: "Facebook ist eindeutig ein mobiles Unternehmen", gab der Gründer, der gerade sein neunjähriges Firmenjubiläum feierte, Analysten bei der Telefonkonferenz nach stark anziehenden Werbeerlösen über die Smartphone-App mit auf den Weg.

Jetzt legt Facebook offenbar nach und verfeinert sein Mobil-Angebot weiter. Nach dem Facebook-Messenger und der Poke-App könnte schon Mitte März ein drittes eigenständiges App-Angebot auf die Smartphones kommen. Und wieder wird damit ein direkter Konkurrent frontal angegriffen: Zielte der überarbeitete Messenger direkt auf WhatsApp und der Poke auf Snapchat ab, nimmt Facebook nun erneut Foursquare ins Visier.

Eigene "Freunde in der Nähe" schon im März denkbar

Es ist nicht das erste Mal, dass der App-Pionier der standortbezogenen Suche von Facebook ins Fadenkreuz genommen wird: 2010 schwächte das Social Network den seinerzeit boomenden Konkurrenten mit der Einführung des Checkins entscheidend.  Bereits Ende letzten Jahres kursierten Gerüchte, Foursquare könnte Probleme bekommen, in eine weitere Finanzierungsrunde zu kommen.

Das dürfte in einem Monat noch schwieriger werden. Wie der Finanzinformationsdienst Bloomberg berichtet, wird Facebook nämlich schon Mitte März eine neue App launchen, die sich ein weiteres beliebtes Feature von Foursquare zunutze macht: Die "Freunde in der Nähe"–Funktion.

 Attraktiver für standortbezogene Anzeigen

Mitglieder des Social Networks erhielten demnach standortbezogen die Informationen, welche Freunde sich im näheren Umkreis aufhielten – und das offenbar, ohne dass sie selbst dafür die App benutzen müssten. Das dürfte naheliegenderweise Datenschützer auf den Plan rufen. Ob Facebook die Ortungs-App in dieser Form tatsächlich in wenigen Wochen zum Download bereitstellt, sei noch nicht gesichert, berichtet Bloomberg.  

Die Motivation hinter der neuen Ortungs-App ist offenkundig: Facebook würde seine Mobil-Offensive weiter vorantreiben und für werbetreibende Kunden interessanter werden – standortbezogene Anzeigen ließen sich im Freundesverbund attraktiver platzieren. Facebooks verstärkte Arbeit an lokalbasierten Diensten kommt nicht von ungefähr: 2011 hatte das Social Network den Foursquare-Rivalen Gowalla übernommen.

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