Elmis wirre Pöbel-Attacken auf Facebook

Erinnert sich noch jemand an Elmar Hörig? Der Mann, den sie “Elmi” nannten, war in den 80er und 90er Jahren ein populärer Radiomoderator bei SWF3. Jener Welle, die im Zuge der Fusion von SWF und SDR zu SWR3 wurde. Seine Beliebtheit gründete auf “Elmis Radio Show”, die er mit privatradiotypischen, flotten Sprüchen moderierte. Nach diversen Radio- und TV-Engagements hat “Elmi” nun Facebook als Plattform für allerlei wirre Pöbeleien entdeckt. Zuletzt mit geschmacklosen Nazi-Sprüchen.

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“Liebe Facebook Gestapo” ist Elmar Hörigs Facebook-Post vom 3. Februar in seinem öffentlichen Profil überschrieben. Im Anschluss ergeht sich “Elmi” in wüsten Beschimpfungen gegenüber Facebook und wirren Nazi-Vergleichen. Grund für den Ausbruch an Geschmacklosigkeit ist offenbar, dass das Social Network in der Vergangenheit mehrere Kommentare des Moderators löschte, weil sich andere Nutzer beschwert hatten. So sei sein Kommentar “Die FDP hat 10 % erreicht , was machen die jetzt mit dem Schlitzauge.???” entfernt worden.
Hörig: "Wenn das reicht, um einen Facebook Account zu sperren, dann habe ich eigentlich nicht vor meinen bissigen Kommentaren Angst, sondern vor Eurem vorauseilenden Gehorsam wenn es um Political Correctness geht. Wo das enden kann, sieht man jetzt in der Sexismusdebatte, die sämtliche Medien zumüllt, weil irgendein Arschloch ‘Aufschrei’ an die Wand geschrieben hat.” Über Political Correctness, Sexismus-Debatte, FDP-Bashing bis hin zur persönlichen Beleidigung überspannt Hörig den Bogen und schwadroniert im weiteren Verlauf über Demokratie und Meinungsfreiheit.
Die sieht in Hörigs kruder Sicht ungefähr so aus: “Wenn zwei junge Moderatorinnen ihren Job verlieren, weil sie den Satz sagen : ARBEIT MACHT FREI, dann bleibt mir die Luft weg und ich kann gar nicht so viel kotzen wie ich möchte.” Vollends geschmacklos werden seine Einlassungen, als er immer wieder mit Begriffen aus dem Dritten Reich hantiert. So schreibt er von der “gleichgeschalteten Presse” in Deutschland, schimpft auf „diese Denunzianten, die skrupellos jeden verpfeifen würden, um ihre billige Haut zu retten. Hatten wir alles schon mal vor ca. 70 Jahren ! Schon vergessen ???” Er schließt seinen digitalen Wutanfall mit den Worten: “Ergebenst Euer Untersuchungshäftling 583572 ….. wenigsten war das die Nummer die auf meinen Bildschirm tätowiert war, als ihr mich weggesperrt habt !!! :-)” Das Smiley am Ende soll wahrscheinlich andeuten, dass er das alles “nur im Spaß” und als “bissigen Kommentar” verstanden haben will.
Auch über dieses eine Posting hinaus pflegt Hörig bei Facebook seinen Pöbel-Stil. Zur Sexismus-Debatte fällt im nur eine platte Bemerkung im Stile von “chronisch untervögelt” ein. Über Barack Obama witzelt er anlässlich des Lincoln-Films, dass der aktuelle US-Präsident ohne zwei gekaufte Stimmen heute auf einer Baumwoll-Plantage arbeiten müsste. Das RTL-Dschungelcamp vergleicht er mit einem KZ und findet den Gedanken spaßig, angesichts der Nominierung der Show in seine Zimmerpflanze zu urinieren. Auf Fotos posiert er immer wieder mit angedeuteten Hitler-Bärtchen. Lustig ist anders.
Derb geht es zu auf seiner Facebook-Seite, wütend, beleidigend und niemals komisch. Ein bisschen hat man das Gefühl, einem verbitterten alten Mann beim Schimpfen zuzuschauen. Auch in den klassischen Medien ist Hörig schon mit verbalen Entgleisungen auffällig geworden. Seinen Job beim SWR verlor er, als er diskriminierende Bemerkungen über Homosexuelle machte. Bei Sat.1 war er kurz zuvor rausgeflogen, weil er anzügliche Bemerkungen in Gegenwart einer minderjährigen Schülerin gemacht haben soll. Jetzt pöbelt er halt bei Facebook wider die vermeintliche Political Correctness. Ganz schön traurig. Ach, Elmi. Was ist nur aus Dir geworden?

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Alle Kommentare

  1. Jawoll! Immer feste druff.
    Ku Lux Klaus geht gar nicht. So einen Humor wollen wir nicht.
    Autobahn!!!
    WIR sind die Guten.
    Wer nicht wie wir ist, kann nicht gut sein.
    Also immer feste druff!

  2. „Ach, Elmi. Was ist nur aus Dir geworden?“

    Der war noch nie anders! Nur sein Lebensraum hat sich geändert. Vor der großen Angleichung war Elmi mit seiner Radioshow ein Gorilla im Urwald. Heute ist er eben ein Gorilla auf der Kunsteisbahn, und entsprechend gereizt, weil er jetzt ständig auf dem Arsch landet.

    Neben ein paar coolen lockeren Typen bei „Radio 3 Südfunk Stuttgart“ war SWF3-Elmi immer der Grund, warum ich früher eigentlich zum Radio wollte. Und in gewisser Weise vielleicht auch der Grund warum mir beim Radio schlussendlich Hausverbot erteilt wurde.

    Ich kann sehr nachvollziehen, dass einer wie Elmi in der heutigen eifreien Gesellschaft langsam tilt.

    Elmi – mein Held! – Mein Südseekönig! Mein Sarotti-Magier der Sinne! :-*

  3. traurig, dass ihr nur haeme fuer elmar hoerig uebrig habt. sein damaliger spruche ueber schwule „warme wochen bei der bahn“ war harmlos im vergleich zu manchen spruechen aus der heute-show. elmar war auf swf3 wirklich innovativ. ihr interessiert euch doch nur fuer die schlagzeile ueber eurem artikel!

    gruss, marcus, koeln

  4. Was aus Hörig geworden ist? ein Broderianer und Ulfkotzist, einer der jede Verschwörungstheorie glaubt und weitertratscht, wenn man damit gegen Asylbewerber, andere Rassen, Linke, Schwule… hetzen kann. In einem Wort. Auch bei ihm siegt die Statistik: Verkrachte Existenzen werden Nazis, das war schon bei einem österreichischen Schulabbrecher so.

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