Super Bowl: Die große Produktschlacht

Am Sonntag steigt das Medienereignis des Jahres in den USA: Das Finale zum Super Bowl. Wie immer legen sich die großen Marken mit teuren Werbespots ins Zeug. Die Spots sind meist eigens für die Werbepausen des Finales produziert worden - und werden in der Branche entsprechend heiß diskutiert. In diesem Jahr sind einige der Spots bereits im Vorfeld bekannt. MEEDIA hat sie angeschaut. Ergebnis: Es gibt trotz aller Unterschiede einen großen gemeinsamen Nenner.

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Klotzen statt kleckern heißt auch in diesem Jahr die Devise. Auch bei Mercedes. Im Super Bowl-Spot, der den neuen CLA vorstellt, spielen unter anderen Willem Dafoe, Usher und Kate Upton mit. Die fast zwei Minuten lange Version wird jedoch für die Werbepause zu lang sein, weshalb vermutlich eine gekürzte Version ausgestrahlt wird. Auf jeden Fall hat der Autokonzern im Vorfeld bereits eine Teaser-Werbung für die Werbung veröffentlicht. Darüber hinaus veröffentlichte Mercedes-Benz einen weiteren Spot mit Kate Upton, der jedoch eine gänzlich andere Optik hat. Hier heißt es eher: Sex sells statt Verkauf deine Seele für dieses Auto. 

Mercedes-Spot: Staraufgebot in zwei Minuten
Auch andere Firmen haben Stars an Bord. Snickers zum Beispiel konnte Schauspieler Robin Williams für seinen Spot gewinnen, der zur "Du bist nicht du, wenn du hungrig bist"-Kampagne gehört. Und Toyota konnte Big Bang Theory-Star Kaley Cuoco für sich gewinnen.
Auch ohne Stars sorgte der VW-Spot für den Beetle für Furore. Im Spot wird mit dem jamaikanischen Slang kokettiert, den hier ein weißer VW-Mitarbeiter aus Minnesota spricht. Seine Botschaft: Relax, take a smile. Eine Einstellung, der sich die Kollegen nach einer Fahrt im Gefährt anschließen. In den US-Medien wurde an einigen Stellen debattiert, ob der Spot rassistisch sei.

VW-Spot: Rassismus-Vorwürfe im Vorfeld
Sein Super Bowl-Debüt gibt Axe. Die Unilever-Marke wirbt für ihre Apollo-Kollektion. Der Spot unterscheidet sich aber kaum von sonstigen Clips aus der Kampagne.
Dafür hat der Neuling schon einen wichtigen Kniff verinnerlicht: Bring einen Turning-Point im Spot unter. So gibt es einen solchen überraschenden Moment nicht nur in den bereits genannten Beiträgen von Mercedes, Snickers und Axe, sondern auch am Ende der Werbevideos von Coca Cola, Pepsi und Doritos.
Und dann wäre da noch KFC. Die Fast Food-Kette wird versuchen, die große Aufmerksamkeit zu nutzen, um sich via Twitter ins Gespräch zu bringen und zum trending topic zu avancieren. Der Spot hatt eigentlich nur eine Botschaft: Beim Super Bowl-Schauen sollte man KFC-Food essen. Und alle die das tun, mögen sich doch über das Hashtag #couchgating austauschen – ein Wort, dass sich der Konzern übrigens bereits als Marke hat sichern lassen. 

KFC animiert die Kunden sich untereinander auszutauschen
Um gesicherte Marken geht es auch bei Samsung. Im veröffentlichen Video betreiben Firmenangestellte Brainstorming für den Clip zum großen Spiel. Aber einige Wörter dürfen die Männer dafür nicht verwenden, denn die sind als Trademark eingetragen. Damit nimmt der Konzern seine Auseinandersetzungen mit Apple und anderen Konzernen selbstironisch auf die Schippe.
Genauso wie die Sportler wollen die Unternehmen beim Super Bowl vor allem eines erreichen: Ihre Produkte in die Hirne der Zuschauer einbrennen und dafür sorgen, dass man am nächsten Tag über diese spricht. Darum sind einige Überraschungen zu erwarten. Denn was letztlich über die TV-Bildschirme läuft, muss nicht immer mit dem identisch sein, was im Vorfeld lanciert wurde.

Sat.1 zeigt den Super-Bowl live in der Nacht von Sonntag auf Montag, ab 00:10 Uhr. Ran.de zeigt bereits ab 21:50 einen Livestream.

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