Neue Schleichwerbe-Vorwürfe gegen „Wetten, dass..?“

Der Spiegel legt mit weiteren Indizien nach: Bei der ZDF-Show "Wetten, dass..?" hätten Firmen Produkte in Wetten platzieren können. Auch Werbebotschaften in Moderationen von TV-Star Thomas Gottschalk hätten Unternehmen möglicherweise unterbringen können. Dolce Media, die Vermarktungsfirma von Christoph Gottschalk, hatte laut Spiegel Kooperationsverträge mit Marken wie Fressnapf und Fleurop abgeschlossen.

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Als Beleg führt das Nachrichtenmagazin eine Präsentation des Marketingchefs eines "großen deutschen Markenartiklers" aus dem Jahr 2008 heran. In der sei nachzulesen, dass auch "Wetten mit Artikeln in der Sendung" möglich seien. Als Beispiel werde eine Sendung von 2007 genannt, in der Gottschalk bei einer Hunde-Wette das Wort "Fressnapf" nannte.
In einer Sendung von 2011, so der Spiegel weiter, habe der Moderator "mehrfach" darauf hingewiesen, in zwei Tagen sei Valentinstag. Fleurop-Vorstand Stefan Gegg habe später die Kooperation zwischen Dolce Media und dem Blumenhändler gelobt: sie habe "Sinalwirkung".
Der Spiegel hatte vor wenigen Wochen im Rahmen einer Titelgeschichte auf Kooperationen zwischen Dolce Media und Audi, Solarworld sowie Mercedes hingewiesen und den Sendungsmachern bzw. Dolce Media "krumme Geschäfte" vorgeworfen. Zu den erneuten Vorwürfen wollte sich Thomas Gottschalk gegenüber dem Magazin nicht äußern. Das ZDF, Dolce Media sowie die genannten Firmen bestreiten, es sei Einfluss auf die Sendung bzw. Wetten genommen worden.  

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