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YouTube-Klage: Gema widerspricht dpa-Bericht

Die Musikverwertungsgesellschaft Gema weißt die von der dpa verbreitete Geschichte, dass sich ihr Rechtsstreit mit Google sich verzögere zurück. Ursula Goebel, Leiterin der Direktion Marketing & Kommunikation der Gema sagt gegenüber MusikWoche, die Darstellung der dpa suggeriere mit dem Verweis darauf, dass die GEMA nun den internationalen Rechtsweg gehen müsse, "dass wir in dem Prozess etwas verändert hätten". Das sei aber falsch.

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"Der Antragsgegner war stets und ist YouTube USA" so Goebel im Beitrag. Die dpa habe zwei Dinge vermischt, weshalb sie nun um Korrektur oder Streichung gebeten habe. Im Streit gehe es derzeit zum einen um eine Unterlassungsklage im Hinblick auf die Sperrtafeln bei YouTube und zum anderen um eine Klage auf Schadensersatz. 
Die Verwertungsgesellschaft wirft YouTube vor, dass die Sperrtafeln, besonders die an Videos, für die die Gema keine Löschung verlangt habe, einen falschen Eindruck erwecken. Durch sie sehe es aus, als ob die Gema einseitig eine Lizenzierung der Musik verhindere. Nach einer gescheiterten Unterlassungs-Aufforderung hat die Gema rechtliche Schritte eingeleitet. Zu denen hieß es gestern offenbar fälschlicher Weise, dass die Unterlagen wegen einer fehlenden Adresse von YouTube in Deutschland nicht überreicht werden könnten, weshalb die Gema den internationalen Rechtsweg beschreiten müsse.
Laut einer von OpenDataCity umgesetzten und von YouTube-Konkurrent MyVideo unterstützen Anwendung‘>in Deutschland nicht verfügbar. Wegen bestehender Rechteprobleme seien in Deutschland der Analyse zufolge jedoch nur 8,4 Prozent der Top 1000-Videos gesperrt, 53,1 Prozent wegen möglicher Rechteprobleme.

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