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Bertelsmann will RTL-Anteile verkaufen

Der Bertelsmann-Konzern erwägt, einen Teil seiner Anteile an der RTL Group zu verkaufen. Ob und wann es dazu kommt, hänge von verschiedenen Faktoren ab. Sicher sei, dass Bertelsmann eine qualifizierte Mehrheit von 75 Prozent an der TV-Gruppe behalten wolle. Bisher hält Bertelsmann 92,3 Prozent an den Stimmrechten. Hintergrund der Überlegungen ist vermutlich, dass Bertelsmann sich Kapital beschaffen muss, um auf anderen Feldern der Medienbranche stärker zu wachsen.

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Der finanzielle Spielraum von Bertelsmann ist relativ gering. Einst hatte die Familie Mohn, der der Konzern gehört, viele Milliarden Euro investiert, um Anteile am Unternehmen zurückzukaufen und damit einen Börsengang zu verhindern. Die Kapitalstruktur von Bertelsmann scheint zwar intakt zu sein, aber für große Sprünge bzw. Zukäufe ist die Luft zu dünn. Ein Verkauf von Anteilen der überaus profitablen RTL Group könnte für mehr Liquidität sorgen.

Neben der RTL-Ankündigung legt der Medienkonzern auch vorläufige, ungeprüfte Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 vor. So soll der Konzernumsatz um fünf Prozent von 15,4 Milliarden Euro auf 16 Milliarden Euro gestiegen sein. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen stagnierte bei rund 1,7 Milliarden Euro. Allerdings verringerte sich die Nettoverschuldung von 1,8 Milliarden Euro auf 1,2 Milliarden Euro. Den endgültigen Jahresbericht soll am 26. März vorgelegt werden.

In einem Intranet-Interview erklärt Thomas Rabe seine Strategie.

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