Berliner Zeitung: Ottfried Fischer geht in Revision

Der Schauspieler Ottfried Fischer geht in seiner Auseinandersetzung mit einem Journalisten der Bild-Zeitung in Revision. Die Berliner Zeitung hat erfahren, dass Fischer und sein Anwalt sich nicht mit dem Freispruch für den Bild-Mann zufrieden geben wollen.

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Die Bild-Zeitung hatte 2009 getitelt: "Ottfried Fischer: Ärger mit 4 Liebes-Mädchen". Der Bild-Reporter Wolf-Ulrich Schüler soll sich mit Fischer bzw. dessen Agentin in Kontakt gesetzt und von einem Video berichtet haben, das Fischer mit Prostituierten zeige. Der Reporter hatte den Film nebst weiteren Dokumenten für 3.500 Euro gekauft, er soll ihm aus der Rotlichtszene angeboten worden sein. Daraufhin gab Fischer der Boulevardzeitung auf Anraten seiner damaligen Agentin ein Interview.
Später besann sich Fischer offenbar, trennte sich von seiner Agentin und klagte gegen Bild und den Reporter. Er sei zu dem Interview genötigt worden. Vor allem der Hinweis des Reporters, er sei im Besitz des kompromittierenden Videos, habe ihn gegen seinen eigentlichen Willen zu dem Interview gedrängt, das er im Nachhinein lieber nicht gegeben hätte. Ein Münchner Amtsgericht verurteilte den Journalisten zunächst zu einer Geldstrafe, das Landgericht München sprach ihn in zweiter Instanz frei und der Revisionssenat des Oberlandesgerichts hob wiederum dieses Urteil auf. Ende Januar wurde der Bild-Mann erneut freigesprochen.
Laut Berliner Zeitung geht Fischer in Revision, dies habe sein Anwalt Christoph Knauer bestätigt. Es ist denkbar, dass der Fall bis vor das Bundesverfassungsreicht geht. Die Axel Springer AG sieht in dem Rechtsstreit einen Angriff Fischers auf die Recherche- und Pressefreiheit. 

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