Starke Quartalszahlen: Facebook macht mobil

Positive Überraschung nach Handelsschluss: Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte im wichtigen Weihnachtsquartal die Schätzung der Wall Street in allen Bereichen übertreffen. Der Umsatz stieg auf über 1,59 Milliarden Dollar an, unterm Strich wurden wieder Gewinne erzielt. Das Highlight der Bilanz setzte erwartungsgemäß der Mobil-Bereich: Die Anzeigenerlöse zogen bereits auf 23 Prozent der gesamten Werbeerlöse an, während erstmals mehr Nutzer auf Facebook über die App als den Browser zugriffen. Die Aktie verliert dennoch leicht.

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Positive Überraschung nach Handelsschluss: Das weltgrößte soziale Netzwerk konnte im wichtigen Weihnachtsquartal die Schätzung der Wall Street in allen Bereichen übertreffen. Der Umsatz stieg auf über 1,59 Milliarden Dollar an, unterm Strich wurden wieder Gewinne erzielt. Das Highlight der Bilanz setzte erwartungsgemäß der Mobil-Bereich: Die  Anzeigenerlöse zogen bereits auf 23 Prozent der gesamten Werbeerlöse an, während erstmals mehr Nutzer auf Facebook über die  App als den Browser zugriffen. Die Aktie verliert dennoch leicht.

Facebook macht Ernst: Knapp ein dreiviertel Jahr nach dem verunglückten Börsengang beweist das weltgrößte Social Network, dass es die Sprache der Wall Street versteht. Mark Zuckerberg hat mit Vorlage geliefert – und zwar in Zahlen als auch Worten.

„Keine Frage, Fracebook ist ein Mobil-Unternehmen“, machte der 28-Jährige im anschließenden Conference Call  klar, wo die Zukunft des erst neun Jahre alten Internet-Unternehmens liegt – auf dem Smartphone.

Erstmals mehr mobile als PC-Nutzer

Dort wurde Facebook in den vergangenen drei Monaten tatsächlich erstmals häufiger abgerufen als auf dem Desktop-Browser.  Bereits 680 Millionen monatlich aktive mobile Nutzer kann der drittwertvollste Internetkonzern der Welt verbuchen. Insgesamt kann Facebook  per Jahresende 2012 1,056 Milliarden Mitglieder ausweisen. In der täglichen Nutzung greifen sogar schon mehr Nutzer über das Smartphone als den PC auf das weltgrößte soziale Netwerk zu.

Und tatsächlich lässt sich das Wachstum auch monetariseren. Bereits  23 Prozent der Werbeerlöse werden mobil erzielt. Schon 306 Millionen Dollar blieben auf diese Weise im Weihnachtsquartal hängen. Vor einem halben Jahr hat Facebook überhaupt erst damit begonnen, seine App für werbliche Zwecke zu öffnen.

Operativ mehr verdient als im Vorjahr

Insgesamt erlöste Facebook zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember 1,59 Milliarden Dollar und konnte damit die Wall Street-Schätzungen von 1,53 Milliarden Dollar schlagen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprach das einem Anstieg von 40 Prozent. Auf Jahressicht knackte Facebook erstmals die 5-Milliarden-Dollar-Marke.

Die Gewinne im vierten Quartal entwickelten sich unterdessen rückläufig: Nach 302 Millionen Dollar blieben wegen gestiegener Ausgaben nur 64 Millionen Dollar oder 17 Cent je Aktie hängen. Auch das übertraf allerdings die Schätzungen der Analysten. Operativ hätte Facebook mit 426 Millionen Dollar deutlich über dem Vorjahreszeitraum gelegen.

Wette auf die Zukunft: Facebook stellt weiter aggressiv ein

Dass am Ende nicht mehr hängen bleibt, erklärte Mark Zuckerberg in der anschließenden Telefonkonferenz u.a. mit der aggressiven Rekrutierungspolitik des Internetkonzerns. Auch 2013 werde die Mitarbeiteranzahl um zumindest 1000 steigen. Das könne die Gewinnmargen drücken, doch das Investment in zukünftige Produkte sei ihm wichtiger, wiederholte Zuckerberg jene Wachstumsstrategie, die etwa auch Amazon so konsequent verfolgt.

An der Börse kam der Facebook-Chef nicht ganz so gut an wie Jeff Bezos – die Facebook-Aktie fiel nach dem Conference Call wieder um vier Prozent auf unter 30 Dollar, nachdem sie im nachbörslichen Handel zunächst Verluste von bis zu neun Prozent wieder gutgemacht hatte.

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