Video-In-App: Facebooks schneller Vine-Konter

Das ging sehr schnell: Nicht mal eine Woche, nachdem Twitter seine hochgehypte neue Video-App Vine ins Rennen geschickt hat, zieht das weltgrößte Social Network nach. iPhone-Nutzer der mobilen Facebook-App können mit dem neuen Release 5.4 nun ebenfalls direkt Videonachrichten aufnehmen und posten. Vine hat unterdessen eigene Probleme: Die Verbreitung von pornografischen Inhalten hat dazu geführt, dass die neue Twitter-App von Apples Empfehlungsseite entfernt wurde.

Anzeige

Man kann wirklich nicht sagen, Facebook würde der Konkurrenz viel Luft zum Atmen geben. Foursquare? Ein schneller Launch des Checkin-Features in der eigenen App. Instagram? Fotosharing-Trend verpasst, Konkurrent aufgekauft. Snapchat? Sexting-Trend verpasst, das Feature wurde in ausgekoppelten Poke-App im Handumdrehen nachgerüstet.

Diesmal ist die Reaktionsgeschwindigkeit noch schneller, könnte man meinen: Gerade mal fünf Tage nach dem Start der hochgehypten Video-App von Vine von Twitter kommt das neue Video-Feature nun auch auf die neue Facebook-App, die seit gestern als Release 5.4 in Apples App Store verfügbar ist.

Facebook-App Version 5.4: Videos teilen und Sprachnachrichten teilen

Angesichts fast zeitgleichen Launches erscheint es aber wohl naheliegend, dass Facebook das Video-Feature offenbar schon länger in der Planung hatte. Die  Möglichkeit, ein Video auf Facebook über die mobile App zu posten, ist zudem alles andere als neu. Jeder iPhone-Nutzer kann seit Sommer 2009, als das iPhone 3GS debütierte, Videos aufnehmen und hatte wenig später über die optimierte Facebook-App die Möglichkeit, die Aufnahme mit seinen Freunden zu teilen.

Indes: Das Teilen von Videos hat sich bis heute kaum durchgesetzt, obwohl der überwältigende Anteil der über 500 Millionen mobilen Facebook-Nutzer über ein videofähiges Smartphone verfügen dürfte. Die Benutzerführung aber war dabei nie besonders hilfreich.

Vine: Aus Apples Empfehlungsliste geflogen, pornografische Hashtags blockiert

Nun hat Facebook nachgeholfen und die Möglichkeit, ein Video zu teilen oder aufzunehmen, direkt in die mobile App integriert. Wer auf das Kamera-Symbol klickt, kann wie beim iPhone gewohnt zwischen der Foto- und Video-Funktion auswählen. Anders als bei Vine ist die Länge der Video-Aufnahmen nicht zeitlich beschränkt. Ebenfalls neu in der Version 5.4 ist die Möglichkeit, Freunden eine Sprachnachricht zu hinterlassen.

Vine sorgt unterdessen wenige Tage nach dem Start weiter für Schlagzeilen. Twitters neue Hype-App hat ein Porno-Problem, das für die Verbannung aus Apples AppStore sorgen könnte. Gestern wurde Vine zumindest schon mal aus der Empfehlungliste ("Featured") der Apple-Plattform gestrichen. Vine überblendet pornografische Clips unterdessen mit einem Banner und blockiert seit gestern ebenfalls einschlägige Hashtags in der Suche.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige