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LSR: Yahoo befürchtet Benachteiligung gegenüber Google

Nicht nur Google, auch Suchmaschinen-Konkurrent Yahoo kritisiert das geplante Leistungsschutzrecht. "Dieses Gesetz schadet dem Markt mehr als es nutzt", erklärt Deutschland-Geschäftsführer Heiko Genzlinger. Gleichzeitig befürchtet man, als kleinerer Suchmaschinenbetreiber stärker benachteiligt zu werden als der Marktführer.

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"Als Anbieter eines großen redaktionellen Angebots auf www.yahoo.de sind wir vor allem auch Presseverleger im Sinne des geplanten Leistungsschutzrechts und beschäftigen als solcher mehr als 30 Journalisten in München, die täglich Presseerzeugnisse erstellen, die kostenlos im Internet veröffentlicht werden", wird Grenzlinger in einer Mitteilung zitiert. "Yahoo Deutschland würde damit als Suchmaschinenanbieter durch das geplante Gesetz verpflichtet und gleichzeitig als Presseverleger ‚geschützt‘." 
Man fühle sich dem marktgerecht honorierten Journalismus ebenso verpflichtet wie dem fairen Wettbewerb im Suchmaschinenmarkt und lehne das geplante Leistungsschutzrecht daher ab. "Durch das geplante Leistungsschutzrecht werden die Suchmaschinenanbieter dem Nutzer keinen umfassenden Überblick, geschweige denn Zugang zu allen relevanten Informationen im Internet mehr anbieten dürfen. Die Suche im Internet ist und bleibt jedoch eine der täglichen Gewohnheiten im Alltag vieler Millionen Konsumenten – einschließlich Journalisten –, die diesen umfassenden Service auch weiterhin zu Recht erwarten." 
Yahoo befürchtet zudem, zusätzlich gegenüber Google benachteiligt zu werden. "Kleinere Suchmaschinenbetreiber sind in einer viel schwächeren Position, um Lizenzgebühren für die Darstellung aller Presseerzeugnisse in ihren Suchergebnissen aufbringen zu können." Und weiter: "Darüber hinaus würden sich für potenzielle neue Marktteilnehmer die Markteintrittsbarrieren noch weiter verstärken. Es ist offensichtlich, welcher Anbieter hiervon profitieren wird." Yahoo! verweist zudem darauf, dass in Deutschland ansässige Suchmaschinenbetreiber rechtlich leichter angreifbar seien als Dienste, die von einer amerikanischen Gesellschaft angeboten werden. "Im Gegensatz zu Bing und Google wird die Yahoo! Suche beispielsweise von Yahoo! in Deutschland zur Verfügung gestellt", sagt Genzlinger. 

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