Keks-Klau: „Krümelmonster“ erpresst Bahlsen

Ein Keksdiebstahl und seine Folgen: Der Süßigkeitenhersteller Bahlsen wurde um sein Wahrzeichen gebracht - einen 20 Kilo schweren vergoldeten Keks, der am 11. Januar von der Fimenzentrale in Hannover gestohlen wurde. Nun erreichte die Redaktion der Hannoverschen Allgemeinen ein ungewöhnlicher Erpresserbrief. Darin zeigt sich ein "Krümelmonster" mit dem vermeintlichen Diebesgut und fordert Gratis-Vollmilchkekse für ein Hannoveraner Kinderkrankenhaus - das Unternehmen will von einem Marketingag nichts wissen.

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Diese Diebe gehen der Hannoveraner Polizei schon jetzt auf den Keks: Am 11. Januar entwendeten Unbekannte den goldenen Leibniz-Keks am Bahlsen-Stammsitz in Hannover. Bis zum Dienstag war nichts über den Verbleib des Wahrzeichens bekannt. Firmenchef Werner Michael Bahlsen lobte sogar eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus. 
Nun meldeteten sich die mutmaßlichen Diebe mit einer ungewöhnlichen Aktion zu Wort. Sie wollen kein Geld, sondern Kekse. Nicht für sich selbst, sondern für "alle Stationen im Kinderkrankenhaus auf der Bult", wie die HAZ berichtet. Damit nicht genug: Man bevorzuge die Vollmilch-Variante, heißt es weiter in dem Schreiben, das in bester Erpressermanier aus Zeitungslettern zusammengestückelt ist. Die von Bahlsen ausgelobten 1000 Euro solle man übrigens an ein Tierheim spenden. Dem Erpresserschreiber liegt ein Foto bei, das ein Krümelmonster mit goldenem Keks im Mund zeigt.
Die vermeintlichen Diebe versprechen "vollmundig", bei Erfüllung dieser Forderungen den vergoldeten Leibniz-Cookie zurückzugeben. Halte man sich nicht an die Bedingungen, landet der Keks "bei Oskar in der Tonne", heißt es in dem Brief. Der Konzern weist jeden Verdacht einer geplanten PR-Aktion von sich. Ein gelungener Marketinggag wäre der Keks-Klau allemal: In den sozialen Netzwerken zeigt mich sich derweil solidarisch mit den Keksräubern. Der HAZ-Originaltext bekam mehrere hundert Likes. Auf der Bahlsen-Facebookseite nehmen es Fans mit Humor. "Ich beteilige mich sofort an der Lösegeldforderung", schreibt ein Nutzer. "Ihr armen Leute !!! Hoffe ihr erwischt das " Krümelmonster " schon bald!!!, schreibt ein anderer.

Schon jetzt dürfe die Aktion als einer der ungewöhnlichsten Erpresserfälle in die deutsche Kriminalgeschichte eingehen: Diebe fordern kein Bares, sondern karitatives Handeln. Bahlsen selbst äußerte sich noch nicht dazu, ob man den Forderungen der Diebe nachgehen will. Die Polizei ermittelt weiter in dem Fall.

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