„Junge Journalistinnen sind kein Freiwild“

In der Debatte um einen Artikel im aktuellen stern, in dem eine Redakteurin über eine ein Jahr zurückliegende Anmache des FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle schreibt, hat sich jetzt Chefredakteur Thomas Osterkorn zu Wort gemeldet. “Es scheint ein wiederkehrendes Verhalten von Brüderle zu sein”, so Osterkorn. Er hält die Berichterstattung des stern darum für legitim. Junge Journalistinnen seien kein Freiwild. U.a. bei Facebook gab es zahlreiche kritische Stimmen zu dem stern-Bericht.

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Hier die Erklärung von stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn im Wortlaut:

"Der erste Eindruck, den Laura Himmelreich vor einem Jahr von Brüderles Umgang mit Frauen gewonnen hatte, bestätigte sich im Laufe der Zeit bei weiteren Beobachtungen und Begegnungen. Ich halte unsere Berichterstattung deshalb für legitim. Denn es scheint ein wiederkehrendes Verhalten von Brüderle zu sein. Was ihm jetzt nur nicht gefällt, ist, dass darüber berichtet wird.

Die beschriebene Begegnung mit meiner Kollegin fand auch nicht in einem quasi ‚privaten‘, also geschützten Rahmen statt. Es war ein öffentliches Treffen mit Journalisten an der Bar. Im Übrigen finde ich: Junge Journalistinnen, egal ob sie beim stern oder bei Spiegel Online oder sonstwo arbeiten, sind kein Freiwild, weder für Piraten noch für ältere Herren aus der Politik."

Osterkorn bezieht sich mit dem Verweis auf Spiegel Online auf einen Spiegel-Artikel, in dem die SpOn-Reporterin Annett Meiritz über Anzüglichkeiten von Politikern der Piraten-Partei berichtet hatte. Wie schon unter dem Posting des Original-Artikels sammeln sich auch unter der Erklärung des Chefredakteurs auf der Facebook-Seite des stern extrem kritische Kommentare.

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