Burda macht 2,45 Milliarden Euro Umsatz

Publishing Burda hat 2012 einen Umsatz von 2,45 Milliarden Euro gemacht. Das teilt der Vorstandsvorsitzende Paul-Bernhard Kallen im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr von 2,17 Milliarden Euro um 12,6 Prozent gestiegen. Zum Gewinn äußert sich der Verlag traditionell nicht. "Gewachsen sind wir vor allem im Digitalbereich, im Verlag Ausland und im Druck." Im Verlag Inland hätte man beim Umsatz fast das Vorjahresniveau gehalten.

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Der Burda-Vorstandschef geht davon aus, dass sich das Wachstum bei Umsatz und Geschäftsergebnis in diesem Jahr fortsetzt. Neben dem deutschen Magazingeschäft, das "mehr als ein Viertel" des Umsatzes ausmache, äußert sich Kallen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Freitag auch zur Xing-Übernahme. "Nutzt man neue Technologien, muss man Produkte von Grund auf neu denken.“ Man sei sich als Zeitschriftenverlag für Handel nicht zu schade. "Wir glauben, dass moderne Medienunternehmen nicht nur informieren, sondern auch Transaktionen ermöglichen.“
Entsetzt zeigte sich Kallen hingegen von der europäischen Medienpolitik: "In Europa ist ein Internetunternehmen viel leichter erfolgreich, wenn es aus Amerika kommt und nicht aus Europa stammt." Momentan herrsche keine Chancengleichheit im Wettbewerb. Wenn man als ausländisches Unternehmen etwa elektronische Bücher verkaufen wolle, dann ginge man nach Luxemburg. "Dort haben Sie eine niedrige Umsatzsteuer – auf elektronische Bücher sind es drei Prozent, in Deutschland sind es 19 Prozent. Wenn Sie elektronische Geräte verkaufen wollen – etwa um die E-Books lesen zu können –, werden in Luxemburg 15 Prozent Umsatzsteuer fällig, bei uns wiederum 19 Prozent." Das sei bei einem Wettbewerb, der von schmalen Margen geprägt ist, "vollkommen unerträglich".

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