„Facebook macht schlechte Produkte“

Google will es wissen. Das inzwischen nach Apple zweitwertvollste Technologie-Unternehmen der Welt lässt auch verbal die Muskeln spielen, wie das bemerkenswerte Interview von Konzernchef Larry Page in der neuen Ausgabe des Branchenblatts Wired deutlich macht. Page kontert locker Steve Jobs’ legendäre Ankündigung vom "thermonuklearen Krieg" und greift Facebook frontal an: "Sie machen wirklich einen schlechten Job mit ihren Produkten." Von Google-Mitarbeiter erwartet der Gründer dagegen Verbesserungen "um den Faktor zehn".

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Google will es wissen. Das inzwischen nach Apple zweitwertvollste Technologie-Unternehmen der Welt lässt auch verbal die Muskeln spielen, wie das bemerkenswerte Interview von Konzernchef Larry Page in der neuen Ausgabe des Branchenblatts Wired deutlich macht. Page kontert locker Steve Jobs’ legendäre Ankündigung vom "thermonuklearen Krieg" und greift Facebook frontal an: "Sie machen wirklich einen schlechten Job mit ihren Produkten." Von Google-Mitarbeiter erwartet der Gründer dagegen Verbesserungen "um den Faktor zehn".

Larry Page ist zurück. Lange war es um den Mitbegründer des wertvollsten Internet-Konzerns der Welt still geworden – im vergangenen Sommer war mit einer mysteriösen Stimmerkrankung monatelang von der Bildfläche verschwunden.

Nun meldet sich Page mit einem ziemlich selbstbewussten Interview zurück. Der 40-jährige Google-CEO gibt dem renommierten Branchenblatt Wired Einblicke in die Welt des Suchmaschinen-Giganten. "Wir sind eines der größeren Unternehmen auf der Welt", erklärt Page selbstbewusst: "Ich möchte, dass wir weitere Dinge entwickeln – nicht nur verbessern, was es schon gab, sondern etwas ganz Neues schaffen." Google-Mitarbeiter müssten daher den Anspruch haben, Produkte zu entwicklen, die um den Faktor zehn besser wären.

Apple-Seitenhieb: "Wie gut läuft der thermonukleare Krieg für sie?"

Sofort denkt man sich an Google Glasses und das selbstfahrende Google-Auto. Doch in Google X, der separaten Firmenunit, die als Zukunftslabor des Internetriesen gilt, wird an noch ganz anderen Dingen geforscht und entwickelt, die Page nicht spezifizieren will. "Es gibt so viele Möglichkeiten, unser Leben durch Technologie besser zu machen, wir erreichen davon gerade mal 0,1 Prozent", findet Page.

Dass sich der Platzhirsch Apple unterdessen darauf beschränkt, nur wenige Dine wirklich gut zu machen, respektiert der Google-Chef: "Das funktioniert offenbar ganz gut für sie." Eine Spitze ganz sich Page aber dennoch nicht verkneifen: Aus dem "thermonuklearen Krieg", den Steve Jobs Google nach den Start des mobilen Betriebssystem Android einst erklärte, wäre nicht wirklich viel geworden. "Wie gut läuft der für sie?" spottet Page angesichts des riesigen Android-Vorsprungs in Marktanteilen.

Pages Facebook-Attacke: "Machen wirklich einen schlechten Job mit ihren Produkten"

Doch damit hatte sich Page offenbar erst warm geredet. Die größte Breitseite feuerte der Google-Gründer gegen den direkten Rivalen ab: "Sie machen wirklich einen schlechten Job mit ihren Produkten", zog Page in selten dagewesener Weise über den direkten Konkurrenten her.

Man könnte nun meinen, dass Interview wäre Googles direkte Antwort auf Facebooks gerade vorgestellte Graph Search, mit der das soziale Netwerk den Suchgiganten frontal attackiert. Das stimmt aber so nicht: Wired weißt darauf hin, dass das Interview für die jetzt erschienene Printausgabe bereits im Dezember geführt wurde.

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