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WAZ-Gesellschafter adoptiert Kollegen

Bei der WAZ-Gruppe gab es bereits die ein oder andere Adoption. Nun hat WAZ-Gesellschafter Stephan Holthoff-Pförtner seinen Kanzlei-Partner Georg Scheid adoptiert. Das berichtet das Manager Magazin. Der Anwalt bestätigte die Adoption gegenüber MEEDIA. Hintergrund: Der kinderlose Pförtner regelt seine Nachfolge. Die WAZ Mediengruppe soll derweil in Funke Mediengruppe umfirmieren, so das MM. Das wäre ein symbolischer Akt – und eine Tilgung des herausgekauften Stamms der Brosts.

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Scheid ist Partner in der Kanzlei von Holthoff-Pförtner in Essen. Pförtner hält 16,7 Prozent der Anteile an der WAZ Mediengruppe. Er ist der Adoptivsohn von Gisela Holthoff, die im August 2011 verstarb. Anteile an der WAZ-Gruppe können in der bisherigen Konstruktion nur an Familienangehörige weitergegeben werden, darum vermutlich die Adoption von Scheid durch Pförtner. Eine weitere WAZ-Adoption gab es im Jahr 1985 – damals adoptierte das Ehepaar Brost den WAZ-Geschäftsführer Erich Schumann.

Wie das MM berichtet, will die WAZ-Mediengruppe sich in Funke Mediengruppe umbenennen. Die Rolle des Zeitungshauses als Familienunternehmen solle hervorgehoben werden. Bis zum vergangenen Jahr hialten zwei Familienstämme – die Funkes und die Brosts – jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Medienunternehmen. Petra Grotkamp, Stammangehörige der Funkes, zahlte dann in einer spektakulären Aktion die Brost-Erben aus und übernahm deren Anteile. Die Brosts sind damit bei der WAZ Geschichte und Frau Grotkamp hält 66,7 Prozent der Anteile.

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Im vergangenen Jahr holten die WAZ-Gesellschafter als dritten Geschäftsführer neben Christian Nienhaus und Manfred Braun den Finanzexperten Thomas Ziegler nach Essen. Der soll als CFO die rechtliche Umfirmierung des verschachtelten Unternehmens in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien vorantreiben. 

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