Olivia Jones – der taffe Dschungel-Darling

Die aktuelle Staffel des RTL-Dschungelcamps “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!” hat bereits den ersten Sieger produziert: Olivia Jones. Die Zwei-Meter-Transe von der Reeperbahn war von Beginn an Sympathieträger der Show. Mit Ironie, Toughness, Würde und selbstverständlicher Autorität geht Olivia Jones durch die Show und ist damit Top-Favoritin für den Dschungel-Thron. Es sind Geschichten wie diese, die immer wieder zeigen, dass sich die Dschungelshow eben nicht auf Ekel-TV reduzieren lässt.

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Olivia Jones hatte eigentlich schon vor dem Einzug ins Camp gewonnen. Als “Dr. Bob” in der Auftaktfolge auf der Yacht aufschlug, auf der die Dschungel-Aspiranten versammelt waren, rief sie aus dem Off: “Dr. Bob, You’re more famous than we are!” “Dr. Bob, du bist berühmter als wir!” So viel sympathische Selbst-Ironie muss man im TV erst einmal suchen. Im Camp zeigt Olivia Jones bisher, dass man mit zerlaufener Schminke, abfallenden Fake-Brüsten und strubbeliger Mop-Perücke durchaus eine prima Figur machen kann.

Mit gehörig Lebenserfahrung, gestählt im Showbiz und Kneipen-Alltag, bringen sie die Camp-Kindereien vom zappeligen Silva oder den beiden Lager-Zicken Georgina und Fiona nicht aus der Ruhe. Seelenruhig und verständnisvoll erläutert sie dem Jungmann Joey den Unterschied zwischen Transvestit und Transsexuellen. Und dem unverschämten Silva machte sie deutlich, dass es Ärger gibt, wenn er sie noch einmal grundlos nachts aufweckt. Dem tattrigen Helmut Berger half Olivia Jones bei dessen Gastspiel mit echter Empathie.

In der gestrigen Folge nun bestand Olivia Jones nun ihre Feuertaufe in der Dschungelshow mit Bravour: die Ekel-Prüfung mit dem berüchtigten Dschungel-Fraß. Olivia futterte sich ohne mit der falschen Wimper zu zucken durch Skorpione, eine Riesenportion lebender Regenwürmer, die Riesenmade und sie kippte sich auch den widerwärtigen Käfer-Cocktail komplett hinter die Binde. Trotzdem war sie immer noch in der Lage, die eigene Lage ironisch zu kommentieren. Auf die Frage der Moderatoren, wie sie das denn so scheinbar problemlos schaffe, antwortete sie: “Ich habe mich natürlich vorbereitet. Wie, das verrate ich nicht. Ich will ja nicht zuviel von mir preisgeben.” Eine Zwei-Meter-Transe, die die am meisten gefürchtete Dschungelprüfung durchsteht wie ein ganze Kerl und dabei noch intelligente, ironische Witze macht – gebt der Frau eine TV-Show!

Das ist eben die besondere Qualität der Dschungelshow: solche Facetten bei Personen zum Vorschein zu bringen, bei denen man dies niemals vermutet hätte. Eine ähnliche Entwicklung machten auch Ross Anthony, der Sieger der dritten Staffel, und die transsexuelle Lorielle London in der vierten Staffel bei “Ich bin ein Star – holt mich hier raus!”. Mit ihrem patenten Auftritt hat Olivia Jones mehr für den Abbau von Vorurteilen gegenüber Homosexuellen und Transvestiten geleistet, als jede Sonntagspredigt. Sie ist die absolute Favoritin für den Dschungelthron und bislang der unumstrittene Darling dieser Staffel.

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