Burda stellt Focus-Schule ein

Durchgefallen: Burda stellt Focus-Schule ein. Trotz Relaunch und Neupositionierung als Familien-Magazin im vergangenen Jahr gelang es dem Verlag nicht, das Magazin als eigenständige Marke zu retten. Man begründet das Ende des Hefts mit der negativen Entwicklung der Vertriebs- und Anzeigenerlöse, die schließlich keine Perspektive mehr auf eine wirtschaftlich erfolgreiche Fortführung des Titels geboten hätten. Von der Einstellung betroffen sind acht unbefristet angestellte Redaktions-Mitarbeiter.

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„Ich danke der Herausgeberin Gaby Miketta, dem Chefredakteur Mathias Brüggemeier und seiner Redaktion sowie allen weiteren beteiligten Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz“, kommentiert der Geschäftsführer der Burda News Group, Burkhard Graßmann. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, letztlich aber festgestellt, dass der Markt andere Themen verlangt – dementsprechend werden wir unser Portfolio künftig erweitern.“ Auch weiterhin sollen Bildungs- und Familienthemen in der FOCUS-Markenfamilie ihren Platz finden.

Focus Schule kam im dritten Quartal auf 103.095 verkaufte Exemplare. Innerhalb von zwei Jahren verlor das Magazin 21,12 Prozent seiner Auflage. Insgesamt hat allerdings das gesamte Familien-Segment zu kämpfen. So verlor Gruner + Jahrs Eltern im selben Zeitraum 8,85 Prozent.

Die Einstellung des Heftes kommt insofern nicht ganz unerwartet. Gerade erst hat der Focus mit Jörg Quoos einen neuen Chefredakteur bekommen. Wenn es einen guten Zeitpunkt gibt alte Zöpfe abzuschneiden, dann wohl jetzt.

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