Bellut bestreitet Schleichwerbung bei „Wetten, dass..?“

ZDF-Intendant Thomas Bellut hat in der aktuellen Ausgabe der Zeit die Schleichwerbe-Vorwürfe gegen "Wetten dass..?" dementiert: "Das ZDF hat in den vergangenen Jahren keine Schleichwerbung betrieben", sagt er, betont aber auch, seit dem Abschied von Thomas Gottschalk als Moderator von "Wetten, dass..?" sei es einfacher, "die Regeln einzuhalten."

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"Ein Thomas Gottschalk in einer Livesendung ist nicht kontrollierbar", so Bellut. Für Gewinnspiele gebe es zum Beispiel klare rechtliche Regeln. Eine Clearingstelle, die Bellut 2004 eingerichtet habe, kontrolliere deren Einhaltung sowie die Textvorlagen für den Moderator. Bellut: "Hält er sich an den Wortlaut, gibt es keine Probleme."
Den Vorwurf, dass Sponsoren Regieanweisungen, zum Beispiel für die Präsentation von Autos gegeben hätten, weist der ZDF-Intendant zurück. Im Hinblick auf einen vom Spiegel zitierten Vertragsentwurf, der das nahe legt, sagt er: "Das ZDF kennt nur einen Entwurf dieses alten Vertrags. Darin stand davon nichts." Und weiter: "Sollten ohne unser Wissen Vereinbarungen über die Platzierung von Produkten gemacht worden sein, wäre das rechtlich unzulässig."
Bellut will weiter an Gewinnspielen, Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Fernsehen festhalten. Die Reform des Rundfunkbeitrags gebe keinen Anlass, sie abzuschaffen: "Würden sie gestrichen, müssten die Beiträge erhöht werden." Auch den Erwerb von Sportrechten verteidigt Bellut: "Wenn ein Sender nicht mehr relevant ist, läuft er Gefahr, dass seine Berechtigung in Frage gestellt wird."

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