Kachelmann schimpft über „Vollpfostenjournalismus“

Das durch Jörg Kachelmann bekannt gewordene Wort "Opfer-Abo" ist Unwort des Jahres. Der Moderator reagiert darauf auf Twitter - und meckert unter anderen über die Jury und den Journalismus. Die Auswahl gebe dem Ehepaar zudem Recht, schreibt Miriam Kachelmann.

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Der Begriff "Opfer-Abo", Unwort des Jahres 2012, wurde durch das Buch von Jörg und Miriam Kachelmann bekannt und kam auch in Interviews mit den beiden zur Sprache. Die Jury begründete, "Opfer-Abo" stelle "Frauen pauschal und in inakzeptabler Weise unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und somit selbst Täterinnen zu sein." Kachelmann reagiert, der Ausdruck sei leider die Wahrheit "die manchmal politisch unkorrekt ist".
Außerdem sei er gar nicht der Urheber des Begriffs: "Der Erfinder des Unwort des Jahres ist übrigens eine Erfinderin, was aber für den #vollpfostenjournalismus sicher zu anstrengend ist", poltert Kachelmann auf Twitter. Weiter schreibt er: "In diesem Sinne danke ich Miriam Kachelmann für die korrekte Zusammenfassung der Zustände in weiten Teilen von Polizei und Justiz in D."
Doch nicht nur gegen den "Vollpfostenjournalismus" wettert Kachelmann. Auch die Jury, die ebenfalls Jörg Kachelmann den Begriff zuschreibt, bekommt ihr Fett weg. Der Moderator twittert: "War das nicht etwas viel Aufwand für die Darmstädter Jury nur für ein Gratisabo von taz und emma?" Und wenig später fragt er noch: "Spannend wird, ob das für die lustigen Schwetzinger Polizisten und den Mannheimer Amtsrichter Reemen schon für einen Haftbefehl reicht."
Nutzer Hessenhenker schlägt derweil vor: „Ist doch gute Werbung für das Buch! Gleich noch einen Aufkleber drauf „Mit Unwort des Jahres’“, was Kachelmann offenbar so gut gefällt, dass er die Botschaft mit seinen Followern teilt. Und Miriam Kachelmann, die Jörg Kachelmann mit einem Statement zitiert, lässt verlauten: "Die Wahl zum Un-Wort des Jahres bestätigt somit eindrucksvoll die tatsächliche Existenz des Opfer-Abos."

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