DJV kritisiert WR-Entlassungen als „Desaster“

Die geplante Entlassung von 120 Redakteuren bei der Westfälischen Rundschau sorgt weiter für Empörung. Nach dem Minderheitsgesellschafter ddvg meldet sich nun auch der Deutsche Journalisten Verband kritisch zu Wort. „Hier wird die Medienkrise für einen weiteren Kahlschlag in der nordrhein-westfälischen Medienszene benutzt“, kommentiert der Landesvorsitzende des DJV-NRW, Helmut Dahlmann.

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„Eine Zeitung ohne Redakteure – wo gibt es das denn“, fragt Dahlmann via Pressemitteilung. Weiter heißt es, dass es „die ganze Armseligkeit und Einfallslosigkeit der WAZ-Manager“ zeige, „wenn jetzt gerade in Dortmund, wo die Westfälische Rundschau eine Traditionszeitung mit sozialdemokratischer Ausrichtung gewesen ist, die Inhalte von den konkurrierenden Ruhr-Nachrichten übernommen werden“.

Wütend spricht die Gewerkschaft davon, dass die Mitarbeiter erneut ausbaden müssten, was die Führungsebene verbockt hätte. „Wir beklagen schon seit der großen Entlassungswelle 2009 die eklatanten Fehlentscheidungen in diesem Medienhaus“, sagt Dahlmann.

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