Anzeige

Nokia-Comeback: Totgesagte leben länger

Plötzlich ist Nokia zurück: Überraschend vor dem eigentlichen Quartalstermin hat der frühere Primus der Handybranche einen positiven Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft abgegeben. Ergebnis: Der finnische Handyhersteller verkaufte weitaus mehr Smartphones als erwartet. Immerhin 6,6 Millionen Geräte gingen über die Ladentische – vorwiegend der neue Hoffnungsträger Lumia. Die Börse jubelt: Die Nokia-Aktie legt um 16 Prozent zu und stürmt auf ein 9-Monatshoch.

Anzeige
Anzeige

Die Alarmsignale konnten größer kaum sein: "Wir stehen auf einer brennenden Plattform", musste der neue Konzernchef Stephen Elop vor knapp zwei Jahren nach Übernahme der Amtsgeschäfte zugeben. "Da ist eine gewaltige Hitze, die von unserer Konkurrenz ausgeht, schneller als wir es jemals erwartet hatten."

Eine ganze Zeit sah es so aus, als würde Nokia am iPhone und Galaxy verglühen – im vergangenen Sommer stürzte die Nokia-Aktie nach einem Milliardenverlust auf 16-Jahrestiefs, Hedgefondsmanager wetteten offen auf die baldige Pleite.

Nokia-CEO Elop: "Wir sind mit der Lumia-Nachfrage sehr zufrieden"

Anzeige

Nun kann Elop ein furioses Comeback verkünden. "Wir haben die Erwartungen übertroffen", freute sich der frühere Microsoft-Manager gestern bei der vorgezogenen Ankündigung der Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts. Vor allem dank des Erfolgs des neuen Smartphones Lumia ist der frühere Handy-Marktführer wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Immerhin 4,4 Millionen Geräte der Modell-Reihe hat Nokia zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember abgesetzt.

Im Vergleich zu Apple (27 Millionen iPhones im September-Quartal) und vor allem Samsung (63 Millionen im Weihnachtsquartal) nehmen sich Nokias Absätze zwar gering aus, doch nach Jahren der Rückschläge sendet der finnische Handyhersteller erstmals wieder Comback-Signale. "Wir sind mit der Lumia-Nachfrage sehr zufrieden", erklärte Elop. Anleger waren das auch und schickten die Nokia-Aktie gestern um 16 Prozent nach oben – auf den höchsten Stand seit neun Monaten.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*