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Die kleine Hommage an den großen Dirk Bach

Er ist also drin. Helmut Berger schwebte relativ souverän via Helikopter ins RTL-Dschungelcamp bei „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“ Olivia Jones fand ihre/seine Rolle als Camp-Mutti in Rekordzeit. Georgina und Fiona wetteiferten um die Rolle als Camp-Natter und Helmut Berger seichte ins Camp. Aber nur drei Tropfen. Und ganz am Ende gab es noch eine kleine Hommage an Dirk Bach. MEEDIA beantwortet die dringendsten Fragen zum Dschungel-Auftakt der siebten Staffel.

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Wie gut ist Daniel Hartwich?

Daniel Hartwich ist kein schlechter Mann. Nicht umsonst moderiert er bei RTL derzeit ungefähr jede Sendung. Er präsentiert die vorgeschriebenen Gags souverän, verfügt über die notwendige Portion Selbstironie und kann gut mit Sonja Zietlow. Sein Problem ist, dass er selbst auch Bestandteil des sonstigen Gaga-Unterhaltungsbetriebs beim RTL ist über den sich die Dschungelshow so vortrefflich lustig macht. Wenn Hartwich nun Witze über Dieter Bohlen, „DSDS“ und das „Supertalent“ reißt, nimmt man ihm das nicht so ganz ab. Nächste Woche moderiert ja wieder den ganzen Mist. Sonja Zietlow ganz charmant zum Schluss: „Daniel, ich fand Dich gar nicht so scheiße, wie die anderen immer sagen.“

Funktioniert die Show ohne Dirk Bach?

Er fehlt schon. Daniel Hartwich schlägt sich wacker aber bis die Lücke, die der kleine dicken Mann mit den bunten Tropenanzügen hinterlassen hat, geschlossen wird, dauert es. Wenn es überhaupt gelingt. In der Auftaktsendung wurden ordentlich Witze mit Anspielungen auf Dirk Bach gemacht. Zietlow zu Hartwich: „Wir können nicht nebeneinander über die Brücke gehen, die ist zu eng. Sie war es bisher wenigstens ….“ Dirk Bach hätte das gewiss gefallen und seiner Missy nur das Beste gewünscht. Ganz am Ende zeigte RTL einen kleinen Zusammenschnitt mit rührenden Szenen des verstorbenen Dirk Bach in der Dschungelshow. In dieser Sendung an der Seite von Sonja Zietlow war er zur Form seines Lebens aufgelaufen.

Wer hat beste Siegeschancen?

Schwer zu sagen. Offensichtlicher Favorit nach dem Auftakt ist gewiss Olivia Jones als patente Dschungel-Mutti. Egal ob als Pflegerin von Helmut Berger, Teamchefin oder Sprücheklopfer/in („Dr. Bob, You are more famous than we are!“) – Olivia Jones wirkt im Camp normaler als der Rest der Bande. Undurchschaubar ist Arno „Dagobert“ Funke. Falls er mal mehr von sich gibt als zwei Worte, könnte es interessant werden. Muss aber auch nicht sein. Und dann wäre dann noch der halbirre Hot-Banditoz-Barde Silva Gonzales mit seiner akuten Spinnen-Phobie, die er mit einer Art Kreisch-Therapie vor Ort zu kurieren versucht („Ich mach immer Oh oho ho“). Mit dem werden wir noch Spaß haben … Dummgucker Joey kommt bestimmt auch weit – für den Thron wird es mutmaßlich – wie für sehr vieles andere auch – nicht reichen. Dschungel-Vorhersagen wie immer ohne Gewähr.

Wer fliegt zuerst raus?

Allegra Curtis dürfte schnell raus sein. Bereits auf dem Weg zum Camp schwächelte die Tochter von Tony Curtis und schaffte es nicht über eine Wackelbrücke. Nicht schrill genug, nicht robust genug – raus! Ebenfalls eine ziemlich sichere Nummer für ein frühes Aus ist Klo-Delle Deckert. Die Zicken-Rollen sind mit Fiona Erdmann (4. bei „Germanys next Topmodel“) und Georgina (5. beim „Bachelor“) nämlich schon überbesetzt. Und Schönling Patrick Nuo muss sich eigentlich gehörig vergackeiert fühlen, dass er als Ex-“DSDS“-Juror mit Knalltüte Joey zusammen im Camp hockt. Ansonsten gilt für den Beau: Langweilig! Raus! Und Mama Katzenberger hatte auch noch keine Gelegenheit zu zeigen, dass sie eigenen wie auch immer gearteten Unterhaltungswert besitzt.

Wie geht es eigentlich Helmut Berger?

Wie so oft erweisen sich die vermeintlichen Pre-Show-Wackelkandidaten im Camp als erstaunlich stabil. Allerdings sah sich Frau Zietlow genötigt, während der Sendung zu betonen, dass ein Arzt und ein Psychologe alle Kandidaten vor Unterzeichnung des Vertrages gründlich gecheckt haben. Beim Abflug zum Camp machte Berger verrückterweise sogar den vernünftigsten Eindruck. Im Camp nimmt er die Rolle eines Günther Kaufmann oder Harry Wjinvoord ein – er hockt apathisch auf seiner Pritsche. Immerhin pinkelte er schon in der ersten Folge ins Camp, beäugt von Olivia Jones („Ich bin froh dass der überhaupt noch pinkelt.“). Berger abgebrüht zur Pipi-Affäre: „Es waren nur drei Tropfen.“

Wie war die erste Prüfung?

Dschungel-Hochzeit hieß die erste Prüfung. Gewählt wurden Super-Zicke Fiona und Doof-Männchen Joey. Zuerst mussten beide mit Fischkadavern besudelte Braut- und Bräutigamklamotten anziehen. Kommentar von Blitzmerker Joey: „Das stinkt ja voll nach Fisch.“ Traditionell wird den „Stars“ bei der ersten Prüfung nix geschenkt. Joey bekam einen Zylinder mit Würmgeschleim aufgesetzt, Fiona einen Schleier mit Spinnen. Dann wurde mit den Mündern im Kakerlakenbad nach Ringen gefischt, eine Mega-Kakerlake musste mit dem Mund übergeben werden, Stammsägen unter Würmerdusche war angesagt, Glibber-Ekel-Torte durfte gefuttert werden (mit Tieren) – Hardcore-Dschungelbusiness as usual. Die Auftaktprüfung ist ja immer so eine Art Best of der Prüfungen, die da noch kommen. Vor der keifenden Fiona Erdmann („Scheiße, Mann. Wichse. Arsch. etc.) konnte man zwischenzeitlich durchaus Angst bekommen. Am Ende waren Joey und Fiona ein Dschungel-Herz und eine Seele („Arsch!“ „Zicke!“) Fiona rülpste noch einmal herzhafte und Abgang. Ergebnis: acht Sterne.

Was gibt es sonst Neues?

Zu Beginn wurden die Kandidaten auf eine Yacht verfrachtet. Sechs Kandidaten (Berger, Silva, Fiona, Olivia, Iris und Claudelle) mussten – Überraschung – per Hubschrauber sofort von der Yacht in den Dschungel fliegen. Und im Camp müssen zwei Kandidaten jetzt auf dem Boden nächtigen. Ansonsten wurde alles geboten, was Fans am Dschungelcamp schätzen. Das Konfliktpotenzial scheint diesmal dank Insassen wie Frau Erdmann und Frau Georgina sogar besonders hoch.

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