Agentur dapd: Die erste Million ist da

Die Hängepartie geht zu Ende: Ein erster Investor hat eine Million Euro Startkapital in die Nachrichtenagentur dapd investiert. Die bisherigen acht zahlungsunfähigen Gesellschaften wurden aufgelöst, am Donnerstag gründete Ulrich Ende die dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH mit Sitz in Tutzing. Noch gibt es keine Auskunft darüber, wer der Investor ist, Ende hatte sich in dieser Frage bedeckt gehalten. Insgesamt hatte er vier Millionen Euro Startkapital angekündigt.

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Der Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma bezeichnet Gründung und Einlage des Investors als "ersten Schritt zum Kauf des Betriebs der dapd-Gesellschaften". Bei dieser Form der Übernahme wird das Eigentum an die neue Gesellschaft übertragen. Die bisherigen Eigentümer der insolventen dapd, Peter Löw und Martin Vorderwülbecke, wären dann raus aus dem Unternehmen.

Ulrich Ende ist Kopf einer insgesamt bisher namenlosen Investorengruppe. Ende selber bringt vermutlich kein Eigenkapital ein, wird dapd aber als Geschäftsführer leiten. Er war u.a. Chef des TV-Senders N24 und hat auch für die dapd-Gründer gearbeitet, zuletzt arbeitete er für osteuropäische TV-Sender als Sanierer. 

Die neue Gesellschaft sei mit der Einlage von einer Million Euro handlungsfähig, teilte Köhler-Ma mit. Weitere Investoren würden ihre Einlagen in der kommenden Woche einzahlen.

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