YouTube startet deutsche Original-Channels

Mehr Profi-Content für YouTube: Wie angekündigt hat die Clip-Plattform zwölf Original Channels aus Deutschland gestartet. Es sind die ersten deutschsprachigen von etwas 120 von professionellen Produzenten belieferten Kanäle. Robert Kyncl, der Global Head of Content bei YouTube sagt: "Mit dem Start weiterer Original-Kanäle in Europa ermöglicht YouTube kreativen Produzenten und Inhalteanbietern aller Couleur den Aufbau ihres Publikums rund um den Globus". Doch die Zusammenarbeit geriet zuletzt ins Stocken.

Anzeige

Bereits Anfang Oktober kündigte YouTube mehr als 60 neue Original Channels an. Darunter auch welche mit Partnern aus Europa, genau auf Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Zusammen mit den bereits bestehenden Kanälen würde YouTube so sein Angebot in diesem Segment etwa verdoppeln. 
Das ist durchaus bemerkenswert. Die Videoplattform, die vor allem mit Amateurvideos groß geworden ist und noch immer vorrangig damit verbunden wird, geht für ihr Original Channels-Programm Partnerschaften mit etablierten Produzenten und prominente Persönlichkeiten ein. Der Deal: YouTube steuert einen Teil der Produktionskosten bei, die Werke sind im Gegenzug exklusiv bei der Google-Tochter zu finden. Die Werbeeinnahmen werden geteilt.
###YOUTUBEVIDEO###
Folge 1 der "Adrenalin Junkies" auf Motorvision. In den Clips soll das Wirken von Stuntmen gezeigt werde.
Mit den Original Channels macht Google einen Schritt von der Amateurplattform zum Online-TV-Sender. Zu den Partnern der zwölf am Donnerstagabend in Berlin vorgestellten deutschen Original Chanels gehören unter anderen MV Media, die bei Motorvision Clips zur Automobil-Welt einstellen werden, UFA Film & TV Produktion mit einem Channel über Berlin sowie einen zu den "wahren Verbrechen unserer Zeit", IDG Entertainment Media mit dem Kanal High5, sowie direkt drei Accounts, bei denen Endemol verantwortlich ist. Im Channel "What’s for b(eats)?" ist zudem Sony Music Entertainment Deutschland beteiligt. 
Doch was im Oktober noch klang wie ein starker Ausbau des Programms stellt sich nun anders da: Wie AllthingsD vor kurzem berichtete, wird Google die Verträge mit etwa 40 Prozent der Channel-Betreiber nach einem Jahr nicht verlängern. Die Kanäle werden zwar nicht gelöscht, es gibt in diesen Fällen aber kein Geld mehr von YouTube und die Werbeeinnahmen würden nicht weiter aufgeteilt, schreibt AllthingsD. 
YouTube jedoch hofft, dass die Produzenten auch so weiter machen und konzentriert sich nun auf eine zweite Runde mit neuen Produzenten, darunter auch die deutschen Kanäle. Für die bedeutet das: Wie im herkömmlichen TV-Geschäft auch heißt es, im ersten Jahr viele Zuschauer und Einnahmen zu sammeln, damit für eine zweite Staffel verlängert wird.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige