39 Kündigungsschutzklagen gegen dapd eingereicht

Die Nachrichtenagentur dapd musste im vergangenen Jahr rund 100 Mitarbeitern aufgrund ihrer im Oktober angemeldeten Insolvenz kündigen. Bisher wurden 39 Kündigungsschutzklagen gegen die Agentur angestrengt, bestätigte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Christian Köhler-Ma gegenüber MEEDIA.

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Der Rechtsanwalt und Insolvenzexperte Wolf von der Fecht hatte mit einem Team ein neues Konzept für die Agentur erarbeitet, das 200 statt bisher 300 Redakteure vorsieht. Trotzdem betonte Fecht, man wolle mit dapd am Modell der "Vollagentur" festhalten. Nach welchen Kritierien die Kündigungen ausgesprochen wurden, ist nicht bekannt. Fecht trat Ende Dezember von seinem Posten als Geschäftsführer zurück und übergab die Leitung an den Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma.
Von den Kündigungsschutzklagen berichtete am Montag zunächst Thomas Rietig, bisher u.a. Chefkorrespondent Wirtschaftspolitik der dapd, berichtet nun in seinem neuen Blog Schiene Strasse Luft (es geht um Verkehrspolitik). Zudem schrieb Rietig, ein Vertreter des Insolvenzverwalters habe gegenüber dem Berliner Arbeitsgericht gesagt, noch in dieser Woche sei mit dem Übergang in ein geordnetes Insolvenzverfahren zu rechnen. Bisher wurde bei sieben von acht zahlungsunfähigen dapd-Unternehmen die Insolvenz in Eigenverwaltung durchgeführt.

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