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Miserable Wochen für den Spiegel

Keine guten Nachrichten für den Spiegel: Die Ausgaben 47 und 48, deren IVW-Auflagen nun veröffentlicht wurden, waren für das Magazin am Kiosk die zweit- und drittschwächsten der Historie. Die Titel zur Petraeus-Affäre und zum Thema "Wie Patienten den richtigen Arzt finden" fanden also deutlich zu wenige Interessenten. Auch der stern blieb mit seinem Petraeus-Titel unter dem Soll, war aber mit Katzen-Content erfolgreicher, der Focus punktete mit Titeln zu Benimm & Stil, sowie dem Immunsystem.

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Bei 262.659 Einzelverkäufen landete Der Spiegel mit seiner Ausgabe 47/2012 – die Petraeus-Affäre, die das Magazin mit der Zeile "Sex, Lügen und die CIA" beschrieb, stieß in Deutschland offenbar auf wenig Interesse. Eine Woche später ging es mit dem Titel "Pfuscher oder Retter? – Wie Patienten den richtigen Arzt finden" sogar auf den Kiosk-Wert von 259.962 herunter. Einzig die Ausgabe 14/2012 ("") lief mit 257.576 Exemplaren noch schlechter, ansonsten gab es seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er Jahre keinen Spiegel mit geringeren Einzelverkaufszahlen. Zum Vergleich: Die Durchschnittswerte der vergangenen 3 bzw. 12 Monate liegen in etwa bei 310.000. Im Geamtverkauf inklusive Abos, Bordexemplaren, etc. blieben beide Hefte unter 900.000: Ausgabe 47 mit 884.302, Ausgabe 48 mit 881.702.

Dass die Petraeus-Affäre hierzulande ein Ladenhüter war, zeigt auch das Ergebnis der stern-Nummer 48/2012. "Gefährliche Affären – Nach dem Fall Petraeus: warum Männer mit heimlichen Beziehungen Karriere, Familie und ihren Ruf riskieren" lockte 245.166 Kiosk-Käufer – weniger als im Durchschnitt der vergangenen Monate. Über die stern-Normalwerte sprang hingegen eine Woche vorher das Heft "Geliebtes Biest – Haustyrann und Seelentröster. Die wundersame Zuneigung der Deutschen zu ihren Katzen" mit 257.268 Einzelverkäufen. Katzen-Content funktioniert also offenbar auch außerhalb des Internets. Im Gesamtverkauf kam das Heft auf eine Auflage von 797.184, der Petraeus-stern eine Woche danach auf 785.722.

Mit beiden Ausgaben über dem Soll blieb diesmal der Focus. Nach zwei Heften mit weniger als 80.000 Kiosk-Verkäufen sprang das Burda-Magazin nun zweimal über die 100.000er-Marke. 108.615 Leute griffen am Kiosk zur Nummer 47 mit dem Titel "Benimm & Stil – Die neuen Regeln – und was weiter gilt", sogar 117.167 eine Woche danach zur Nummer 48 mit "Nie wieder krank" und beigelegter DVD "Power fürs Immunsystem". Im Gesamtverkauf ging es logischerweise auch spürbar nach oben: auf 566.208 und 573.022 Exemplare.

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Alle Heftauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

  

  

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