Ende sammelt 4 Millionen Euro für dapd ein

Publishing Ulrich Ende will gemeinsam mit einer Gruppe von weiterhin ungenannten Investoren vier statt wie bisher angekündigt zwei Millionen Eigenkapital für die insolvente Nachrichtenagentur dapd zur Verfügung stellen. Dies gaben Ende und Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma am Freitag in Berlin bekannt. Die Agentur wird voraussichtlich ab Januar mit Auslandsmeldungen von Dow Jones versorgt, Kooperationspartner für internationale Bilder sollen zeitnah bekannt gegeben werden. Im Januar soll dapd raus aus der Insolvenz sein.

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Die Namen der Investoren nannte Ende weiter nicht, denn offenbar fehlen weiterhin Unterschriften unter den Verträgen. Ende selber wird, so alles nach Plan läuft, Geschäftsführer der Agentur, die zu einer neuen Gesellschaft geformt werden soll. Bereits innerhalb von vier Tagen habe er gemeinsam mit Kollegen "sehr viel auf den Weg gebracht", sagte ein entspannt wirkender Ende, der nur bei der wiederholten Frage nach seinen Mitinvestoren etwas spitz reagierte.
Erste Unternehmerpflicht ist für ihn nun die Beruhigung der Kunden. Er werde eine neue Personalstruktur umsetzen und die Agentur inhaltlich etwas anders als bisher positionieren. Die Texte sollen "pointierter" werden und mehr mit den Fotos korrespondieren. Mit den Kunden wolle man intensiver als bisher in einen Austausch treten, um auf beiden Seiten effizienter zu werden. Das neue Angebot der dapd solle den Kunden "ein verlässliches und gleichwertiges Leistungsangebot präsentieren".

Ende sagte, er wolle mit dapd jetzt "durchstarten und den Mehltau von den Seelen der Mitarbeiter nehmen". Eine Namensänderung der Agentur gehöre allerdings nicht zu seinen Prioritäten, das komme das Unternehmen vermutlich zu teuer.

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