„Das Ernste“ startet mit ordentlichen Zahlen

Fernsehen Es sind etwas erschreckende Zahlen: "Das Ernste", der völlig missratene Versuch der ARD, einen Gegenpol zur "heute-show" zu setzen, die miserable "Switch"-Kopie, die womöglich schlechteste Sendung, die Das Erste je gezeigt hat, sie kam beim Publikum durchaus halbwegs gut an. 1,19 Mio. sahen ab Mitternacht zu, darunter 380.000 14- bis 49-Jährige - Marktanteile von 11,8% und 7,8%. Die Tagessiege gingen am Donnerstag unterdessen an "Um Himmels Willen" und "Gute Zeiten, schlechte Zeiten".

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. "Das Ernste": Gefahr der Fortsetzung
Es war wirklich ein kläglicher Versuch der ARD, sich dem Thema Humor zu widmen. Parodisten, die nicht einmal entfernt so aussahen und sprachen wie ihre Vorbilder (Steinbrück!), Florian Schroeder, der in seiner Günther-Jauch-Rolle eher den "Switch"-Jauch kopierte als den echten Jauch, Gags, die an Plattheit kaum zu toppen waren – eine Sendung, die so weit entfernt von der Qualität der "heute-show" war, wie die Erde am 21.12.2012 vom Weltuntergang. Und dennoch: Es könnte eine Fortsetzung geben, denn die Zahlen von 1,19 Mio. Zuschauern um Mitternacht und Marktanteilen von 11,8%, bzw. 7,8% im jungen Publikum sind durchaus okay. Natürlich kam dem "Ernsten" dabei auch das Vorprogramm zugute: "Nuhr 2012 – Der Jahresrückblick" schalteten 2,33 Mio. (14,7%) ein, darunter 620.000 14- bis 49-Jährige (8,9%).

2. "Um Himmels Willen"-Special holt den Tagessieg
6,04 Mio. sahen den 90-Minüter der Erfolgsserie "Um Himmels Willen", mit dem Das Erste die Fans schon einmal auf die neue Staffel die im Januar startet, vorbereitete. Das reichten für den klaren Tagessieg und einen Marktanteil von 18,8%. Auch die Plätze 2 und 3 gehen an die ARD: "In aller Freundschaft" sahen 4,99 Mio. (17,2%), die 20-Uhr-"Tagesschau" 4,34 Mio. (14,9%). Hinter dem ARD-Trio folgt in den Tages-Charts ein ZDF-Trio: Die "SOKO Stuttgart" war dabei um 18.05 Uhr mit 4,26 Mio. und 21,2% stärker als "heute" (4,06 Mio. / 16,5%) und der Prime-Time-Krimi "Marie Brand und das mörderische Vergessen" (3,70 Mio. / 11,5%).

3. Stefan Raab überzeugt mit dem "Besten aus TV total"
Seine Late-Night-Show überzeugt zwar nur noch in seltenen Fällen mit guten Quoten, der 3-stündige Zusammenschnitt der Highlights aus 2012 lockte aber ein beachtliches Publikum zu ProSieben. 1,58 Mio. 14- bis 49-Jährige schalteten ein, der Marktanteil kletterte immerhin auf gute 14,4%, "Das Beste aus TV total" belegt damit Platz 3 der Zielgruppen-Charts hinter "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (1,95 Mio. / 20,9%) und "Alarm für Cobra 11" (1,60 Mio. / 13,9%).

4. "Transporter – Die Serie" endet als Megaflop
Sie war einer der größten Flops des TV-Jahres 2012: Die mit viel Geld international produzierte "Transporter"-Serie. Ganze 1,17 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen am Donnerstag die letzte Folge bei RTL, der Marktanteil erreichte mit 9,7% nicht einmal die 10%-Hürde. Angesichts dieser Zahlen – und denen der Vorwochen – ist glasklar: Die erste Staffel der Serie wird mit Sicherheit die einzige bleiben – zumindest mit RTL als Co-Produktionspartner.

5. Vox springt mit "Charlie und die Schokoladenfabrik" auf Platz 4
Vor die "Transporter"-Serie – und beinahe sogar noch vor "Cobra 11" und "Das Beste aus TV total" sprang Vox mit dem Johnny-Depp-Film "Charlie und die Schokoladenfabrik": 1,54 Mio. 14- bis 49-Jährige schalteten den Film ein – grandiose 13,2%. Auch die Johnny-Depp-Doku "Idol, Rebell und Superstar" war danach noch ein Erfolg: 740.000 14- bis 49-Jährige (10,0%) sahen den 2-Stünder. Eine Katastrophe waren hingegen wieder "Die Borgias" bei kabel eins: 480.000 junge Zuschauer reichten nur für 4,4%.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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