Deutsche misstrauen Facebook & Co.

Publishing Diese Statistik dürfte jene bestätigen, die Deutschland noch immer für ein Internet-Entwicklungsland halten. In der Diskussion um die AGB-Änderungen von Instagram wurde vor allem den einheimischen Journalisten ihr Web-Skeptizismus vorgehalten. Sollte das so sein, lägen sie genau auf einer Wellenlänge mit ihren Lesern. Denn nach einer US-Untersuchung liegt Deutschland bei der Begeisterung für soziale Netzwerke abgeschlagen zwischen Mexiko und Tunesien.

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Der US-Think-Tank Pew Research Center fragte 26.000 Menschen in 21 Ländern, ob sie Social-Networking-Sites nutzen würden. Wenig überraschend liegt England vor den USA an Position 1. 52 Prozent auf der Insel und 50 Prozent in den vereinigten Staaten nutzen Facebook, Twitter & Co.
Auf den weitern Plätzen folgen Russland (50 Prozent), vor der Tschechischen Republik (49 Prozent) und Spanien (49 Prozent).  
Deutschland belegt einen Mittelfeldplatz – zumindest wenn man nach der Nutzung fragt. 34 Prozent haben die Frage mit "ja" beantwortet. Besonders spannend: 46 Prozent haben hierzulande jedoch ganz bewusst mit "nein" geantwortet. Das ist der höchste Wert aller untersuchten Nationen. Heißt: Die Deutschen meiden Social Networks nicht, weil sie keinen Zugang zu ihnen hätten, sondern aus anderen Gründen.
"Damit erweist sich einmal mehr: Bei der Nutzung neuer Technologien ist Deutschland weiterhin ein Entwicklungsland, insbesondere im Vergleich mit anderen Industrienationen", meint Wiwo-Redakteur Michael Kroker.
Diese Zahlen sind jedoch wohl eher ein Ausdruck des tiefen Misstrauens, mit dem viele Deutsche Facebook, Twitter & Co. begegnen. An der Skepsis werden die Medien mit ihren kritischen Berichten zu Datenschutz- und Sicherheitsfragen bei den Netzwerken sicherlich einen gewissen Anteil haben.

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