ProSieben-Polittalk: Raab darf weitermachen

Fernsehen Die Kritiken waren mies und die Quoten klasse: Die erste Ausgabe von Stefan Raabs politischer Talkshow „Absolute Mehrheit“ sorgte für höchst unterschiedliche Reaktionen. Die Macher von ProSieben waren offenbar zufrieden mit dem Konzept und genehmigen dem „TV-Total“-Moderator vier Folgen im ersten Halbjahr 2013. Das berichtet DWDL. Die dpa ergänzt, dass die nächste Folge für den 17. Februar geplant ist. Die Gäste stehen allerdings noch nicht fest.

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"Wir waren sehr zufrieden", sagte P7S1-Unterhaltungschef Link bei DWDL. "Vom Grundsatz her hat die Sendung genau so funktioniert, wie wir es uns gedacht haben. Die Einschaltquoten waren extrem gut. Und wir haben – wie versprochen – junge Leute an politische Themen herangeführt. Im Gespräch mit Stefan haben wir einige Kleinigkeiten im Ablauf ausgemacht, die wir ändern wollen."

Tatsächlich gelang der Show eine kleine Sensation. 1,79 Millionen sahen bei der Premierensendung zu später Stunde noch zu, darunter 1,28 Millionen 14- bis 49-Jährige. Der Marktanteil von 18,3 Prozent lag bei den 14- bis 49-Jährigen über dem des Films "The Social Network", der zuvor lief, und ist für Polit-Talk-Verhältnisse im jungen Publikum wirklich beeindruckend. Bei den jungen Zielgruppe erreicht „Absolute Mehrheit“ mehr Zuschauer als die vorherigen Ausgaben von "Günther Jauch" (160.000), "Hart aber fair" (90.000), "Menschen bei Maischberger" (90.000), "Maybritt Illner" (50.000) und "Beckmann" (30.000) zusammen.

Die Sendung profitierte sicherlich auch von einer großen publizistischen Aufmerksamkeit im Vorfeld. In den Medien wurden groß über die Absage von Umweltminister Peter Altmaier und die Ausladung des Grünen-Politikers Volker Beck berichtet. Nach einigem Hickhack nahmen dann der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki, SPD-Mann Thomas Oppermann und Jan van Aken von den Linken teil.

Auch wenn ProSieben nun ein wenig am Sendungsablauf schrauben will, gehört „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen" zu den wohl spannendsten TV-Experimenten der letzten Monaten. Kuriosester Baustein des Show-Konzeptes ist dabei der Gewinn von 100.000 Euro. Holt einer der Talk-Teilnehmer am Ende der Sendung die absolute Mehrheit, erhält er das Preisgeld. Scheitern alle Diskutanten, fließt die Gewinnsumme in den Jackpot. "Damit machen wir eine der wenigen Veranstaltungen, bei der ein Politiker ungestraft einen Umschlag mit Geld mit nach Hause nehmen darf“, scherzt der ProSiebenSat.1-Nachrichtenchef Peter Limbourg.

Am 17. Februar liegen bereits 200.000 Euro im Jackpot. Mit 42,6 Prozent verfehlte der erste Gewinner Kubicki die absolute Mehrheit doch deutlich.

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