YouPorn-Chef: Commerzbank distanziert sich

Publishing Seit zwei Wochen sitzt Fabian Thylmann in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen den Youporn-Gründer und Manwin-Geschäftsführer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Um einen möglichen Imageschaden abzuwehren, will die Commerzbank die Geschäftsbeziehung mit dem Konzern kündigen. Das rund 1000 Mitarbeiter starke Unternehmen mit seinen 35 Tochterfirmen führt den Betrieb ungehindert fort - weit entfernt von deutschen Behörden.

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Dafür sorgt Feras Antoon, der den kanadischen Manwin-Ableger leitet. Wie die Welt am Sonntag in Erfahrung gebracht haben will, bat Antoon die gesamte Belegschaft der Manwin-Gruppe um Konzentration. Die Ermittlungen hätten nichts mit dem Konzern, sondern mit Thylmann persönlich zu tun. Von Anstrengungen der kanadischen Steuerbehörden ist bislang nichts zu hören.

Doch seitdem Steuerfahnder die Geschäftsräume der Manwin Germany in Hamburg durchsuchten, geht man offenbar bei der Commerzbank auf Abstand. Hier liefen unter anderem die Überweisungen vom Bezahlgeschäft des Manwin-Portals “Mydirtyhobby” auf. Wie der Spiegel aktuell berichtet, will die Bank die Geschäftsbeziehung beenden. Zumal laut dem Nachrichtenmagazin die zypriotische Firmentochter ebenfalls Kontoinhaber bei der Commerzbank ist. Über die Colbette Holdings Limited laufen neben einer englischen Firmentochter die internationalen Zahlungsabwicklungen. Noch scheint nicht ganz klar, ob die Bezahlung für “Mydirtyhobby” auch über die Manwin Germany laufen.
Nach Aussagen des Firmengründers schreibt das Unternehmen, das rund 1000 Mitarbeiter in verschiedenen Ländern beschäftigen soll, operativ schwarze Zahlen. Die Erlöse kommen aus einem Mix aus Onlinewerbung auf Kostenlos-Portalen und dem Geld aus kostenpflichtigen Angeboten. "Etwa jeder tausendste Besucher greift auf Bezahlinhalte zurück”, erklärte Thylmann damals der FTD. “Das ist nicht viel, aber es kommt was dabei rum. Die Leute geben noch Geld aus, man muss ihnen nur zeigen, was sie wirklich haben wollen." Hinzu kommt die Online- und TV-Vermarktung von Inhalten für den Playboy, deren Lizenznehmer Thylmann ist.

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