Anzeigenmarkt: stern verliert immer heftiger

Publishing Der November hat die Situation der Publikumszeitschriften im Werbemarkt weiter verschärft. Mit einem Brutto-Werbeumsatz von 386,5 Mio. Euro lagen sie fast 8% unter dem November 2011. Zu den großen Verlierern des Monats gehören unter den Top-Titeln mit einem Minus von mehr als 20% gegenüber 2011 der stern, die Brigitte, die freundin und die Wirtschaftswoche. Der stern liegt damit im laufenden Jahr inzwischen 22,78 Mio. Euro unter dem Brutto-Umsatz von 2011 und fällt weiter hinter den Spiegel zurück.

Werbeanzeige

Auf 116,73 Mio. Euro brutto kommt der stern in den Monaten Januar bis November – 22,78 Mio. oder 16,3% weniger als 2011. Der Rückstand auf den Spiegel, der nach dem Oktober erstmals am stern vorbei gezogen war, wächst damit an – auf inzwischen 1,61 Mio. Euro. Immerhin: Die Bild am Sonntag, die nach dem Oktober ebenfalls vor dem stern lag, wurde wieder überholt. Im Gesamtjahr 2011 ist das Minus von 16,2% des G+J-Magazins der zweitgrößte Rückgang in der Top 25, deutlicher nach unten ging es prozentual gesehen nur für die Für Sie. Gewinner gibt es auf den ersten 25 Rängen nur sieben, am deutlichsten legten Sport Bild, InStyle und Focus zu.

In der zweiten Hälfte der Top 50 sieht es für Petra, Eltern und Computer Bild am dramatischsten aus – alle drei Titel büßten im Gesamtjahr mehr als 15% des Brutto-Werbeumsatzes ein. Deutlich nach oben ging es hingegen für das TV-Supplement prisma, Grazia und den Montags-kicker.

Nach absoluten Zahlen ist die West-Ausgabe von prisma der größte Aufsteiger des bisherigen Jahres, 4,72 Mio. Euro über dem Umsatz aus 2011 liegt sie derzeit. Dahinter folgen Fas Haus, der Focus, der vor dem November noch das Gewinner-Ranking anführte, und Grazia.

Bei den Verlierern bevölkern hingegen vor allem die großen Titel die Flop Ten: Alle zehn nach absoluten Zahlen größten Absteiger stammen aus der Umsatz-Top-25. Am deutlichsten ging es hier wie angedeutet für den stern nach unten, der mit 22,78 Mio. Euro mehr Brutto-Umsatz einbüßte als die beiden nächstgrößten Verlierer Bild am Sonntag und Brigitte zusammen. Neu in der Flop Ten dabei ist wegen des schwachen Novembers die Wirtschaftswoche.

Die miesen Zahlen des stern drücken auch die Nielsen-Bilanz des Mutterhauses Gruner + Jahr: Mit 22,78 Mio. Euro ist der stern fast für die Hälfte der G+J-Umsatz-Verluste verantwortlich. Das Minus gegenüber 2011 wuchs auf inzwischen 7,9% an, nur für den Jahreszeiten Verlag lief das Jahr 2012 bisher noch schlechter. Vergleichsweise glimpflich davon gekommen ist u.a. wegen der positiven Zahlen von Das Haus, Focus und InStyle Burda, sogar im Plus liegt als einziger Top-Ten-Verlag die rtv media group mit ihrem TV-Supplement rtv.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige