Sachsensumpf: Gericht spricht Journalisten frei

Publishing Das Landgericht Dresden hat die freien Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel vom Vorwurf der üblen Nachrede frei gesprochen. Damit hob das Gericht das Urteil der ersten Instanz vom August 2010 auf. Datt und Ginzel hatten Verflechtungen von Politikern und Justizangehörigen mit dem Rotlichtmilieu aufgedeckt und waren daraufhin strafrechtlich belangt worden. Bekannt wurden ihrer Recherchen unter dem Schlagwort "Sachsensumpf".

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Der Deutsche Journalisten-Verband hat auf das Urteil erleichtert reagiert. "Das ist ein Sieg für die Pressefreiheit in Deutschland", kommentierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken den Richterspruch. Das Urteil dürfe aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch andere Journalisten im Zusammenhang mit Recherchen zum Sachsensumpf drangsaliert worden seien.
Konken forderte die Sächsische Staatsregierung auf, das Verständnis der Verantwortlichen in Politik und Justiz von freier Berichterstattung dringend zu korrigieren. Der DJV leiste bei Bedarf gerne Hilfestellung.

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