RTL-Dschungel-Kandidaten im MEEDIA-Check

Fernsehen Bald steht das erste TV-Highlight des kommenden Jahres vor der Tür: die neue Staffel der RTL-Dschungelshow “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!” Als Zugpferde im Dschungelcamp sind diesmal u.a. Enfant Terrible Helmut Berger, Katzenberger-Mutti Iris Klein, Kaufhaus-Erpresser “Dagobert” und “Kult-Transe” Olivia Jones im Einsatz. Bessere Insassen kann sich der neue Dschungel Co-Moderator Daniel Hartwich nicht wünschen. MEEDIA unterzieht die bisher bekannten Kandidaten einem ersten Check.

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Helmut Berger: Unfassbar! Da haben sie sich bei der Produktion aber mal wieder selbst übertroffen. Nach Rainer Langhans und Brigitte Nielsen wurde mit crazy Helmut Berger ein absoluter Top-Favorit an Land gezogen. Berger hat bereits im Vorfeld verkündet, im Camp nur Italienisch oder Französisch reden zu wollen. Was für eine fantastische Idee! Wir applaudieren schon jetzt. Berger soll laut Wikipedia Affären mit Rudolf Nurejew, Britt Ekland, Ursula Andress, Nathalie Delon, Elizabeth Taylor, Anita Pallenberg, Jerry Hall, Mick Jagger und vielen, vielen anderen gehabt haben. Unendlicher Erzählspaß am Lagerfeuer. Berger ist außerdem dafür bekannt, sich in TV-Shows grässlich daneben zu benehmen. Theoretisch ist Berger also der Top-Favorit – doch man weiß ja nie, wie sich die Show entwickelt. Es sollte jedoch mit dem Teufel zugehen, wenn er nicht mindestens ins Finale kommt. Zum Warmlaufen hier noch einmal der jüngste Auftritt von Helmut Berger bei Markus Lanz:
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Iris Klein: Sie ist die Mutter von Daniela Katzenberger und wirkt als “Gastronomin” im Raum Ludwigshafen und diversen Dokusoaps. Das reicht dicke als Teilnahme-Qualifikation. Als Kurpfälzerin dürfte sie den einen oder anderen Spruch draufhaben. Während Tochter Daniela derzeit (noch) zu erfolgreich für den Dschungel ist, zieht Mutti schon mal ein. Wir dürfen erwarten: allerlei derbes Gequatsche und Klatsch und Tratsch über „die Katze“ als „Kätzchen“. Auf der nach unten offenen Peinlichkeitsskala werden womöglich neue Untiefen ausgelotet. Mit Mama Katzenberger hat die Produktion jedenfalls ein heißes Eisen im Feuer. MEEDIA-Tipp: Finale ist möglich.


Joey Heindle: Was sagt es über die Karriere eines jungen Mannes aus, wenn seine bisher größte Leistung darin besteht, Dieter Bohlen mit seinem Gesang aus dem “DSDS”-Studio vertrieben zu haben? Nichts Gutes. Joey Heindle ist zarte 19 Jahre alt und wurde bei “Deutschland sucht den Superstar” dieses Jahr Fünfter. Diese fünf Minuten Ruhm und eine gehörige Portion Verblendung reichen, um ihn reif für den Dschungel zu machen. Der gute Joey ist typisches Dschungel-Futter, ein mutmaßlicher Staffel-Statist ohne große Siegeschancen. Seine einzige Möglichkeit: Er “verliebt” sich in eine Mit-Insassin und sorgt für die traditionelle Dschungel-Lovestory. Auf Rocco Stark hätte bei der vergangenen Staffel im Vorfeld auch keiner einen Pfifferling darauf gewettet, dass der weit kommt. Wahrscheinlich ist aber: ein frühes Aus.


Klaus Baumgart: An der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand, sind die Fische im Wasser und selten an Land. Jaha, der “dicke” Klaus von “Klaus und Klaus”. Dass einer von diesem Kaliber eines Tages im Dschungel landet, wundert nicht direkt. Als abgehalfterter Blödel-Barde ist er natürlich ein gern genommener Kandidat. Gottlieb Wendehals war ja auch schon da. Aber Typen wie der Klaus hängen auch gerne mal den ganzen Tag in der Hängematte rum und gerieren sich im Camp als Faultier. Kann höchstens passieren, dass er den Zuschauern so wenig auffällt, dass er aus Versehen relativ weit kommt. Aber auf Chancen auf den Thron: no way!


Arno Funke: Der Erpresser “Dagobert” – ein genialer Besetzungs-Coup der Dschungel-Macher! Dagobert kann am nächtlichen Lagerfeuer schöne Schoten aus seiner kriminellen Vergangenheit erzählen. Funke erpresste in den späten achtziger und frühen neunziger Jahren Kaufhäuser mit Bomben. Mit technisch aufwändigen Konstruktionen führte er die Polizei bei Geldübergaben in die Irre. Sein Fall gilt als der längste und aufwändigste Erpressungsfall der deutschen Kriminalgeschichte. Aber: Funke litt auch an Depressionen. Es ist zu hoffen, dass er gesundheitlich fit genug für das Camp ist. Hält er durch, ist er einer der Favoriten.


Patrick Nuo: Der gefallene „Star“. Im Gegensatz zur Teenie-Knalltüte Joey hat der Schweizer Patrick Nuo tatsächlich schon so etwas Ähnliches wie eine „Karriere“ vorzuweisen. Immerhin war er schon mal Jurymitglied bei “DSDS”, machte beim “TV total Turmspringen” mit, schlitterte durch die zweite Staffel “Stars auf Eis” bei ProSieben  und spielte in der Telenovela “Lotta in Love”, ebenfalls bei ProSieben. Toll. Ach ja: Gesungen hat er auch mal. Schärfster Konkurrent für Joey in Sachen potenzieller Camp-Casanova. Aber maue Aussichten auf den Dschungel-Thron.


Georgina Bülowius: Die Dame mit dem gewöhnungsbedürftigen Nachnamen war Kandidatin bei der RTL Trash-Kuppel-Show “Bachelor” und hat sich dort den Ruf als Zicke hart erarbeitet. Womit auch klar wäre, warum sie ideal ins Dschungelcamp passt. Für sie ist die Rolle als Dschungel-Natter vorgesehen. Aber man muss abwarten – manchmal entwickeln die Geschehnisse im Camp eine ganz eigene, überraschende Dynamik. Vielleicht zeigt sich Georgina ja dort von einer, hüstel,  ganz “anderen”, tiefgründigen Seite. Andererseits: wahrscheinlich eher nicht. MEEDIA-Prognose: Kein Chance auf den Dschungelthron. Aber eine sichere Anwärterin für viele, viele Ekel-Prüfungen mit Kreisch und Huch.


Fiona Erdmann: Ideal-Besetzung für die Rolle des Camp-Schnuckelchens. Könnte mit Patrick Nuo anbandeln. Fiona Erdmann war soundsoviel Platzierte bei “Germanys Next Topmodel” und geisterte auch schon durch eine “Popstars”-Staffel. Typisches Dschungelfutter also. Bisher konnten Models in der Show nicht sonderlich punkten. Es gibt keinen Grund, warum das diesmal anders sein sollte. Als optisches Schmankerl wird Rau Erdmann ihren Job aber wahrscheinlich hervorragend erfüllen. Prognose: frühes Aus.


Olivia Jones: Die geschätzt drei Meter Fünfzig große Hamburger “Kult”-Transe mit dem Kopf in Größe und Form einer Abrissbirne ist ebenfalls ein Gewinn für die Show. Wir gruseln uns zwar ein bisschen vor dem Gedanken, Olivia Jones ungeschminkt erleben zu dürfen – aber hier vielleicht kann man hier neue, äh, Facetten an einer bekannten Medien-Figur erleben. Wäre prädestiniert für die Rolle als Camp-Mutti wie weiland Katy Karrenbauer. Wenn es gut läuft, hat Olivia Jones sogar Chancen auf den Thron. Mit so etwas ähnliches wie der Dschungel-Krone läuft sie ja ohnehin schon dauernd rum.
Der einzige Wermutstropfen bei der Vorfreude ist, dass der verstorbene Dirk Bach diesmal nicht dabei sein wird. An der Seite von Sonja Zietlow wird erstmals Daniel Hartwich die Co-Moderation übernehmen. Aber Dirk Bach hätte sich angesichts dieses formidablen Personal-Tableaus (der eine oder andere Name wird gewiss auch noch dazukommen) ganz sicher mit uns auf die neue Staffel gefreut. Bestimmt. 

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