WAZ-Mediengruppe steht vor hartem Sparkurs

Publishing Mehr als zwei Jahre nach dem Sparhammer steht die WAZ-Mediengruppe offenbar erneut vor schweren Einsparungen. Das berichtet der Kontakter in seiner aktuellen Ausgabe. 20 Prozent der Kosten will der Verlag schon 2013 einsparen. Darüber hinaus gliedert man neben dem klassischen Zeitungsgeschäft das Druckgeschäft, die Zeitschriften- und den Bereich Neue Medien entsprechend auf. Besonders hart könnte es die Westfälische Rundschau treffen. Sogar eine Einstellung ist möglich.

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Auch die Lokalausgaben der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung stehen auf dem Prüfstand. Beide Zeitungen erscheinen zu großen Teilen in denselben Gebieten. Erst vor drei Jahren hatte die WAZ-Mediengruppe einen harten Umbau durchgeführt und rund 300 Redakteursstellen gestrichen. Seitdem wird die überregionale Berichterstattung der vier nordrhein-westfälischen Zeitungen von der Essener Zentralredaktion gesteuert.
Ein erneuter Sparkurs würde die Regionalredaktionen hart treffen, die gerade erst eine heftige Restrukturierung hinter sich gebracht haben. Bereits im September kritisierte der DJV den geplanten Sparkurs. "Es ist ein Rätsel, woher die Geschäftsführung die Idee nimmt, es gebe noch genug ‚Speck‘, um ein weiteres Fünftel einzusparen. Jedenfalls in den Redaktionen ist das Ende der Fahnenstange erreicht", kritisiert Helmut Dahlmann, Vorsitzender des DJV-Landesverbands Nordrhein-Westfalen. Bereits 2009 fielen nach dem sogenannten Schickler-Plan 300 der ehemals 900 Redakteursstellen bei der WAZ, NRZ, Westfälischer Rundschau (WR) und Westfalenpost (WP) weg.

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