Schlägt Google jetzt bei Groupon zu?

Was war das? Um statte 23 Prozent zog die Groupon-Aktie am Freitag an. Nicht, dass es für Aktionäre, die seit dem Börsengang engagiert sind, wirklich einen Unterschied machen würde – dafür notiert die Anteilsscheine des Online-Rabattanbieters weiter hoffnungslos abgeschlagen unter dem einstigen Ausgabekurs. Doch der zweitgrößte Kurssprung aller Zeiten lässt aufhorchen: Treiber der zweistelligen Zuwächse war das auf Bloomberg kolportierte Gerücht, Google könnte für Groupon bieten. Wahrheitsgehalt: fragwürdig.

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Was war das? Um statte 23 Prozent zog die Groupon-Aktie am Freitag an. Nicht, dass es für Aktionäre, die seit dem Börsengang engagiert sind, wirklich einen Unterschied machen würde – dafür notieren die Anteilsscheine des Online-Rabattanbieters weiter hoffnungslos abgeschlagen unter dem einstigen Ausgabekurs. Doch der zweitgrößte Kurssprung aller Zeiten lässt aufhorchen: Treiber der zweistelligen Zuwächse war das auf Bloomberg kolportierte Gerücht, Google könnte für Groupon bieten. Wahrheitsgehalt: fragwürdig.

Nach einem Jahr der Demütigungen mit Kurseinbrüchen von in der Spitze mehr als 90 Prozent haben Groupon-Aktionäre zumindest für einen Handelstag Grund zur Freude: Um satte 23 Prozent sprang die Aktie des Online-Rabbattanbieters in Hähe. Allerdings lediglich auf 4,68 Dollar. Damit liegt der einstige Social Commerce-Star weiter 77 Prozent unter dem Ausgabekurs vor einem Jahr.

Treiber der Kursexplosion war das von Bloomberg kolportierte Gerücht, dass Google noch mal eine Übernahme erwägen könnte. Bereits vor zwei Jahren, als Groupon seinerzeit noch schier in Schallgeschwindigkeit wuchs, hatte der mit Abstand wertvollste Internetkonzern der Welt eine Übernahme-Offerte für  sechs Milliarden Dollar abgegeben – und war damit bei Firmengründer Andrew Mason abgeblinzt.

"Wo die Aktie jetzt steht, ist sie ein Übernahmekandidat"

Mason, über dessen Ablösung inzwischen offen im Aufsichtsrat diskutiert wird, schien mit seiner Beharrlichkeit zunächst recht zu behalten: Als Groupon im November vergangenen Jahres für 20 Dollar an der Technologiebörse debütierte und dann ersten Handelstag bis auf 31 Dollar emporschoss, war Groupon tatsächlich kurzfristig 20 Milliarden Dollar wert. Geblieben sind von dieser Bewertung selbst nach der Kursexplosion vom Freitag  gerade mal drei Milliarden Dollar.

"Wo die Aktie jetzt steht, ist sie ein Übernahmekandidat", wird Tom Forte, Analyst von der Tesley Group bei Bloomberg zitiert. Der Vermögensverwalter Shayne Heffernan sieht das anders – ihm wäre das aktuelle Kursniveau noch immer zu hoch. Heffernan beziffert den fairen Wert eines Übernahmegebots auf gerade mal 1,5 Milliarden Dollar oder lediglich zwei Dollar je Aktie. Weder Groupon noch Google kommentierten die Spekulationen.

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