News-Top-50: SpOn und Focus holen Rekorde

Publishing Nach den Rekorden im Oktober konnte die Online-Newsbranche diese Zahlen fast bestätigen. Nur 0,1% redaktionelle Inlands-Visits weniger verzeichnete die IVW für die von MEEDIA als News-Websites eingestuften Angebote. Auch zwei neue Rekorde gab es unter den Großen der Branche: Spiegel Online und Focus Online toppten ihre Alltime-Bestleistungen. Zu den Verlierern gehören im Vorderfeld der News-Top-50 hingegen Bild.de, Die Welt und n-tv.de, die dadurch allesamt Marktanteile einbüßten.

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Auf 195,1 Mio. redaktionelle Inlands-Visits kam Bild.de im November. Das ist zwar der zweitbeste Wert, den Springers Boulevard-Portal jemals erreicht hat, er lag aber auch 2,3% unter dem Rekord aus dem Oktober. Damit verlor Bild.de deutlich mehr als die Branche insgesamt. Folge: Bei den von MEEDIA aus allen Nachrichten-Websites errechneten Marktanteilen büßte Bild.de 0,58 Zähler ein, fiel mit 25,08% auf den drittschwächsten Wert des bisherigen Jahres.

Anders die Lage bei Spiegel Online und Focus Online. Zwar liegen beide meilenweit hinter Bild.de, konnten sich im Vergleich zum Vormonat aber verbessern und steigerten sich dadurch bei den Marktanteilen um jeweils 0,26 Zähler. Spiegel Online erreicht damit den besten Marktanteil seit März 2011, Focus Online sogar den besten aller bisherigen Zeiten. Und: Die 153,9 Mio. bzw. 45,8 Mio. redaktionellen Inlands-Visits sind ebenfalls historische Bestleistungen. Focus Online dürfte im Übrigen vor allem wegen Beibooten gewachsen sein. Der Blick auf die Page Impressions der Angebotsbestandteile zeigt, dass es für Focus.de sogar leicht nach unten ging, finanzen100.de und vor allem wissen.de sich aber klar steigern konnten. Direkt übertragbar auf die Visits-Zahlen sind diese Ergebnisse allerdings nicht.

Deutlich verloren haben auf den weiteren Top-Ten-Plätzen Die Welt und n-tv.de, klare Marktanteile hinzu gewinnen konnten hingegen Süddeutsche und das Handelsblatt, das sich zudem seinen Top-Ten-Rang von Express.de zurück holte. Auf den Rängen 11 bis 25 büßten neben dem Express auch die Hamburger Morgenpost, N24 Online und die tz Marktanteile ein – vor allem Boulevard-Angebote hatten es im November also schwer. Deutlich zulegen konnten manager magazin online (laut der PIs zu gleichen Teilen wegen manager-magazin.de und dem Karriere-Ressort von Spiegel Online, das zum mm hinzu gezählt wird) und DerWesten, der erstmals über die 10-Mio.-Marke sprang und den NRW-Konkurrenten Express und RP Online gefährlich nahe gekommen ist. Ebenfalls zu den großen Gewinnern gehört die insolvente Frankfurter Rundschau, FTD.de verabschiedet sich mit 7,61 Mio. redaktionellen Inlands-Visits.

Nur fünf Marktanteils-Verlierer finden sich in der zweiten Hälfte der News-Top-50: das Duo Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, das im Oktober von der OB-Wahl profitiert hatte, verlor mit einem Minus von 12,1% wieder einen großen Teil seiner hinzu gewonnenen Visits, News.de und Berliner Morgenpost büßten ebenfalls deutlich Besucher und Marktanteile ein. Die größten Visits-Gewinner auf den Rängen 26 bis 50 waren im Oktober die sh:z, die Rhein-Zeitung und die WirtschaftsWoche, bei den Marktanteilen ging es zudem für die Badische Zeitung und Nordbayern.de um 0,02 Punkte nach oben.

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