Bietet Süddeutsche für insolvente FR?

Publishing Nach einer Vorabmeldung des am Montag erscheinenden Magazins Focus soll die Süddeutsche Zeitung ernsthaft an einem Kauf der Frankfurter Rundschau interessiert sein. Der SZ-Mehrheitsgesellschafter Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) habe eine entsprechende Anfrage zwar nicht kommentieren wollen, jedoch gelte die SZ auch bei der Belegschaft des insolventen Blattes als Wunschpartner. Laut Focus habe auch die FAZ Interesse, stoße dabei aber auf Kartellprobleme.

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Wie das Magazin berichtet, wolle die Süddeutsche die Frankfurter Rundschau nicht als Marke erhalten, sondern die eigenen Aktivitäten mit einer zusätzlichen Ausgabe für das Rhein-Main-Gebiet ausweiten. Ein Teil der bisherigen FR-Reaktion könnte dann einen Frankfurter Regionalteil beisteuern. Gegen einen Kauf der Insolvenzmasse durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung spreche, dass dies am Kartellamt scheitere, sofern ein weiterer Kaufkandidat auf die FR biete.
Unterdessen meldet das Hamburger Abendblatt, dass die Süddeutsche Zeitung im laufenden Geschäftsjahr den vor Jahresfrist angepeilten Gewinn deutlich unterschreite. Aus diesem Grund sei ein "faktischer Einstellungsstopp" verhängt worden, zudem sollten einige der Verlagsbeilagen künftig aus Stuttgart zugeliefert werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Abendblatt berichtet, dass die FAZ 2012 aufgrund des Einbruchs des Anzeigengeschäfts in die roten Zahlen rutscht, und ein Minus im zweistelligen Millionenbereich hinnehmen muss.

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