McAfee erleidet offenbar Herzinfarkt

Publishing Dramatische Wendung in der immer absurderen Flucht des IT-Millionärs John McAfee: Der 67-jährige Gründer der gleichnamigen Virenschutz-Software, der in Guatemala Asyl beantragen wollte, erlitt einen Tag nach seiner Verhaftung nach Angaben seines Anwalts einen Herzinfarkt. Der IT-Millionär wurde daraufhin in ein guatemaltekisches Krankenhaus eingeliefert. McAfee ist seit Mitte November wegen eines Mordfalls in Belize auf der Flucht, die er mit unzähligen Blogbeiträgen und Interviews maximal medial inszeniert.

Werbeanzeige

Krankenhausaufenthalt statt Pressekonferenz: Die Ankunft in Guatemala entwickelt sich anders, als sich John McAfee seine Flucht in den mittelamerikanischen Staat vorgestellt hatte. McAfee war Mittwoch verhaftet worden, nachdem gegen das Einwanderungsgesetz verstoßen hatte.  
Für Donnerstag hatte McAfee per Blogeintrag aus dem Gefängnis noch eine Pressekonferenz angekündigt. Stattdessen folgte der Zusammenbruch, bei dem er nach Angaben seines Anwalts einen Herzinfarkt erlitten haben soll, wie Reuters berichtete. Guatemalas Staatschef Otto Pérez Molina hatte am Donnerstag McAfees Antrag auf Asyl abgelehnt. Der IT-Millionär soll nun wieder nach Belize ausgewiesen werden. 
Multimediale Inszenierung der Flucht


McAfee, der seit 2009 ein extrovertiertes Leben in Belize führt, ist seit Mitte November auf dem Tropenparadies auf der Flucht. Der Gründer der Virenschutz-Softwarefirma, die 1999 an die Börse ging und später von Intel aufgekauft, hat seit November handfeste Probleme mit den Behörden seiner Wahlheimat: Er wird nach der Ermordung seines Nachbarn, dem US-Bauunternehmer Gregory Faull, polizeilich gesucht.




McAfee inszeniert seine Flucht multimedial wie einen Hollywood-Thriller: Er bloggte täglich, inszenierte die Festnahme seines Doppelgängers, reiste auf seiner Flucht mit Journalisten und gab US-TV-Sendern bizarre Telefoninterviews: "Wie konnte ich zum Mordverdächtigen auf der Flucht werden?" fragt sich McAfee in seinem Blog.



Nach Angaben des Bürgermeisters von Belize ist diese Frage indes überflüssig: "Ich glaube, er lebt seinen Film", erklärte Bürgermeister Guerrero der New York Times. "Und ihm gefällt der Film offenbar." Man habe McAfee nur zum Mord befragen wollen. 

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige