T-Mobile USA bestätigt Apple-Deal

Apple feuert auf den letzten Metern des Jahres aus allen Zylindern, um es der Wall Street noch recht zu machen: In einem wahren PR-Rausch kündigt Apples Presseabteilung seit Tagen immer neue Veröffentlichungstermine an – das iPhone kommt im Dezember noch nach Südkorea, China, Brasilien und 51 weitere Länder der Welt, so dass die 100-Ländermarke noch vor Jahresablauf genommen wird. Heute wurde zudem der Vertrieb von Apple-Produkten - mutmaßlich iPhone und iPad – bei T-Mobile USA im nächsten Jahr verkündet.

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Apple feuert auf den letzten Metern des Jahres aus allen Zylindern, um es der Wall Street noch recht zu machen: In einem wahren PR-Rausch kündigt Apples Presseabteilung seit Tagen immer neue Veröffentlichungstermine an – das iPhone kommt im Dezember noch nach Südkorea, China, Brasilien und 51 weitere Länder der Welt, so dass die 100-Ländermarke noch vor Jahresablauf genommen wird. Heute wurde zudem der Vertrieb von Apple-Produkten – mutmaßlich iPhone und iPad – bei T-Mobile USA im nächsten Jahr verkündet.

Tim Cook tut wieder einmal das, was er am besten kann: Er liefert. In der vergangenen Woche noch kursierten Gerüchte, es könnte eng werden mit Apples selbst gesetzter iPhone 5-Rollout-Marke von 100 Ländern bis Jahresende. 47 Länder waren es bisher, dann kam die Ankündigung eines Launches am 7. Dezember in Südkorea und am 14. Dezember in China.

Fast nebenbei startet Apple den Verkauf seines Smartphone-Bestsellers im Dezember auch noch in 50 weiteren Ländern, darunter in Brasilien, Russland und Taiwan ab dem 14. Dezember und in vielen afrikanischen Nationen ab dem 21. Dezember. Das Timing erinnert an den späten September: Auch hier wurde mit dem iPhone-Launch am 21. September noch knapp das Quartal gerettet.

Shaw Wu sieht Aufwärtspotenzial bei iPhone-Absätzen

Entsprechend freundlich gestimmt reagierte die Wall Street auf die erfreulichen Aussichten, dass die vermeintlichen Lieferengpässe sich nun doch im Rahmen bewegen.  "Nun sieht es danach aus, als bestehe bei den iPhone-Verkäufen noch Luft nach oben", findet etwa  Shaw Wu von Sterne Agee. Bisher ging er in seinen aggressiven Schätzungen von 45 bis 46 Millionen verkauften Einheiten aus.  

Weitere Geräte dürften in den USA 2013 auch durch den einzigen der vier großen Provider verkauft werden, der das iPhone bisher nicht vertreiben konnte – T-Mobile USA. Die Telekom-Tochter, die ursprünglich an AT&T  verkauft werden sollte, jedoch von der US-Regierung gestoppt wurde, könnte schon bald Vollzug vermelden, schrieb der Merrill Lynch-Analyst Scott Craig bereits im Wochenverlauf an Kunden der US-Investmentbank. Die Spekulationen würden sich verdichten.

T-Mobile-USA-Chef: "Wir haben ohen das iPhone Federn gelassen"

Jim Alling, COO von T-Mobile USA, hat unterdessen eingestanden, dass die Abwesenheit des in den USA mit Abstand beliebtesten Smartphones Kunden koste. "Wir müssen zugeben, dass wir dadurch Federn gelassen haben", erklärte Alling im November.

Auf der heutigen Analystenkonferenz der Deutschen Telekom wurde ein Deal mit Apple nun tatsächlich verkündet. "T-Mobile USA hat eine Vereinbarung mit Apple darüber getroffen, 2013 gemeinsam Produkte vorzustellen." Gemeint sein können damit theoretisch nur das iPad und iPhone.

"Der finanzielle Effekt ist begrenzt"

Apple erhielte mit dem Vertrieb über die amerikanische Telekom-Tochter Zugang zu 33 Millionen potenziellen Kunden. Nach Schätzung von Merrill Lynch Analyst Scott Craig könnte ein Vertrieb über T-Mobile USA Apple im nächsten Jahr etwa 4 Millionen weitere iPhone-Verkäufe bescheren.

"Der finanzielle Effekt", gibt Craig zu, "ist allerdings begrenzt".  Nach dem massiven Kurseinbruch gestern tendierte die Apple-Aktie im heutigen Handelsverlauf zumindest wieder positiv und legte um 8 Dollar auf  547 Dollar zu. Nach Handelsstart war die Aktie zunächst weiter bis auf 518 Dollar eingebrochen.

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