Gesucht: Ein Assi für Dr. Döpfner

Publishing Sind Sie präzise, schnell, sprühen vor Ideen? Gehören Sie zu den Besten ihres Jahrgangs an der Uni, haben vielleicht sogar promoviert? Sind Sie fasziniert von der digitalen Welt und können dabei auch mit Finanzkennziffern umgehen? Dann sind Sie vielleicht ein Kandidat für einen attraktiven Job, den derzeit die Axel Springer AG besetzen will. Deren Chef Mathias Döpfner sucht einen Assistenten. Und der darf laut Profil sogar "querdenken".

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In der deutschen Verlagswelt steht die Springer AG als glänzendes Vorbild für eine weitsichtige Digitalisierungsstrategie da. Auch wenn die Wachstumsfelder eher nicht auf dem Feld des Qualitätsjournalismus liegen, sondern beispielsweise bei digitalen Rubrikenmärkten, wird Springer auch für Medienmenschen interessant, die früher um das Haus einen weiten Bogen gemacht hätten.

Der MEEDIA-Job-der-Woche ist darum der des "Assistenten des Vorstandsvorsitzenden" Mathias Döpfner. Dem gelernten Journalisten ist es im Wesentlichen zu verdanken, dass Springer sich vor mehr als zehn Jahren aus einem Tief befreite und der Turnaround gelang. Neben den üblichen Formulierungen – Einsatzbereitschaft, klares Kommunizieren, Präsentationen erstellen könne etc. – fällt auch folgender Profilpunkt auf: "Sie wissen schon heute, was Ihr Chef morgen braucht. Eine ausgeprägte Serviceorientierung, Freude an Veränderung und Humor gehören ebenso zu Ihren Qualitäten."

Ob unter Humor auch zu verstehen ist, dass der neue Assi dem Chef bei originellen Vergleichen für Internetkonzerne ("Erzkapitalisten", "Hehlerbande") unterstützen darf, geht nicht aus der Stellenanzeige hervor. Natürlich werden auch qualifizierte Frauen "nachdrücklich ermutigt", sich zu bewerben.

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