‚Freundliche Kioskverkäuferin‘ kassiert digital

Publishing Positiver kann man Bezahlschranken kaum beschreiben: Die Badische Zeitung führt ab Januar 2013 ein neues Paid-Content-Model für ihre Digital-Angebote ein. Die Freiburger setzten – wie eigentlich zur Zeit alle Verlage – bei ihrem Web-Portal auf ein "Metered Model" nach dem Vorbild der New York Times und der NZZ. Online lassen sich bei der Badischen Zeitung ab Anfang des Jahres dann nur noch 25 Texte pro Monat kostenlos lesen.

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Positiver kann man Bezahlschranken kaum beschreiben: Die Badische Zeitung führt ab Januar 2013 ein neues Paid-Content-Model für ihre Digital-Angebote ein. Die Freiburger setzten – wie eigentlich zur Zeit alle Verlage – bei ihrem Web-Portal auf ein "Metered Model" nach der New York Times. Online lassen sich bei der Badischen Zeitung dann nur noch 25 Texte pro Monat kostenlos lesen.

Nach Meinung der Zeitungsmacher lässt sich das Abrechnungsprinzip am besten mit dem Arbeitsalltag einer freundlichen Kioskverkäuferin erklären: „Tagtäglich gehen viele Menschen an ihrem Kiosk vorbei und werfen einen Blick auf die Titelseite der Zeitungen. Manche nehmen eine Zeitung zur Hand, blättern darin und lesen einen Artikel. Die freundliche Kioskverkäuferin duldet dies. Wer die Zeitung jedoch intensiv lesen möchte, der muss sie dann auch bezahlen.“

Ohne Einschränkung verfügbar sind weiterhin die Startseite von badische-zeitung.de sowie alle Übersichtsseiten, die Anzeigenmärkte (inklusive schnapp.de), der Veranstaltungskalender (mit Online-Ticketing), das Wetter, das Videoportal, die Fotogalerien und der Bereich Abo & Service. Die Freiburger unterscheiden bei den kostenpflichtigen Artikel nicht, ob es sich um einen Agentur-Text oder ein eigenes Autorenstück handelt.

Spannend wird es auch hier sein zu beobachten, welche Auswirkungen die Einführung der Paywall auf den Traffic haben wird. Im Oktober erreicht das Portal 3,82 Millionen Visits. Im Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 2,89 Millionen. Es gelang den Freiburgern also, ihre Zugriffe um rund eine Millionen Visits zu steigern.

Zumindest für Print-Abonnenten wird die „freundliche Kioskverkäuferin“ keine teure Barriere. Sie zahlen einen Euro für das BZ-Digital-Abo. Wer die Print-Ausgabe nicht regelmäßig bezieht, muss 3,50 Euro pro Monat zahlen.

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