Mashable-Relaunch: Benchmark für Newssites

Publishing Wer sich über neue Web-Trends und Technologien informieren will, der kommt an Mashable nicht vorbei. Die US-Webseite präsentiert sich nach einem umfassenden Relaunch im neuen Look. Und setzt damit den Benchmark für moderne newsgetriebene Webseiten: visueller, sozialer und mobiler präsentiert sich das neue Mashable und liefert damit allerlei gute Denkanstöße für Webseiten mit einer Leserschaft, die Inhalte zunehmen mobil und über Social Networks konsumiert.

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Wie kann man der rasanten Verbreitung von Informationen in Social Networks als Redaktion Rechnung tragen? News verbreiten sich mittlerweile so rasant über Facebook und Co., dass man mitunter einen Artikel erst dann zum Aufmacher macht, während ein Großteil der Web-Gemeinde die News schon längst konsumiert hat. Mashable hat sich offenbar Gedanken gemacht und  präsentiert nach dem Relaunch ein dreispaltiges Layout entwickelt, das Blattmacherei im Web neu definiert.

Was wo steht, entscheiden hier zu großen Teilen die Nutzer selbst. Algorithmen berechnen, welche Geschichten künftig die Diskussion in Social Networks dominieren. In der linken Spalten laufen chronologisch alle neuen Artikel ein. Erzeugt eine Geschichte einen gewissen Grad an Viralität, rutscht sie in die mittlere Spalte mit dem Titel “The next big thing”. Optisch noch präsenter sind die Inhalte der rechten Spalte “What’s hot”, in der die Stories einlaufen, die das größte soziale Engagement erzeugen und besonders häufig geteilt oder kommentiert werden.

Mashable gibt außerdem interessante Details über seine Leserschaft preis. 30 Prozent des Traffics stammt von mobilen Endgeräten. Geschichten werden auf 2500 verschiedene Devices gelesen. Jedes Gerät bekommt ein angepasstes Layout ausgespielt.

 

Die neue Webseite präsentiert sich zudem visueller als bisher. Sofern es das Thema zulässt, erhält jeder Artikel hochauflösende Grafiken, die Seiten wirken aufgeräumt. Außerdem will Mashable seinem Anspruch als Social-Media-Webseite gerecht werden. So lassen sich künftig nicht nur Artikel teilen, sondern auch sogenannter “Micro Content”. Dazu zählen nicht nur einzelne Bilder, sondern auch Zitate und Infografiken.

Ein weiterer Kniff, um Leser nach der Lektüre eines Artikels zum Weiterlesen zu animieren, ist der “Infinite Scroll”. Nutzer müssen nicht mehr auf die Hauptseite wechseln, um neue Artikel zu finden sondern bekommen diese nach einer kurzen Ladezeit unter gelesenen Artikeln ausgespielt.
Natürlich hat man auch an Werbekunden gedacht, die nach eigenen Angaben ein besonderes Bedürfnis haben, Anzeigen in Serienform über einen längeren Zeitraum zu schalten. So besteht die Möglichkeit, etwa auf der Homepage vier Werbeplätze zu belegen, die miteinander korrespondieren. Per HTML5 soll Werbung auch auf allen Geräten passgenau ausgespielt werden.

Zweifelsohne ist Mashable mit seiner großen Leserschaft in den Social Networks eine Ausnahmeerscheinung im Web. Deswegen sind die Anpassungen im neuen Layout auch extrem auf diese Art von Nutzern angepasst. Und dennoch liefert der Relaunch mit seinem Mix aus redaktionellen Entscheidungen und smarten Algorithmen viele gute Denkanstöße für moderne Blattmacherei.

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